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Deutscher Preis für Nature Writing 2017 für Marion Poschmann

Redaktion: 

Der Verlag Matthes & Seitz Berlin vergibt in Kooperation mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2017 erstmalig einen Preis für Nature Writing. Der Deutsche Preis für Nature Writing 2017 geht an Marion Poschmann.

Die Preisverleihung findet am 11. April 2017 in der Akademie der Künste in Berlin statt.

Marion Poschmann, Foto: Heike Steinweg

Die Jury würdigt insbesondere die außerordentlich genauen Naturbilder und die subtilen poetischen Evokationen einer Durchdringung von eigenmächtiger Natur und menschlicher Kulturtätigkeit in der Lyrik der Autorin sowie die klarsichtigen poetologischen Reflexionen über die ›Chiffrierung von Natur‹ im Literarischen, wie sie der jüngste Essayband präsentiert.

Der mit 10.000,– Euro dotierte Deutsche Preis für Nature Writing wird in Verbindung mit einem Aufenthaltsstipendium für die Insel Vilm bei Rügen vergeben. Innerhalb eines Zeitraums von einem Jahr wird der Stipendiatin durch das BfN ein insgesamt sechswöchiger Aufenthalt auf der Insel ermöglicht, auf der seit 1990 eine Außenstelle des BfN mit der Internationalen Naturschutzakademie ihren Sitz hat. Eine Besonderheit der Insel Vilm ist der sehr alte Wald, der schon viele Jahrhunderte der natürlichen Entwicklung überlassen wird.

Mit dem einmal jährlich vergebenen Preis möchten die Stifter künftig Autorinnen und Autoren auszeichnen, die sich in ihrem literarischen Werk auf ›Natur‹ beziehen. Der Preis knüpft an die vor allem in den USA und in Großbritannien ausgeprägte schriftstellerische Tradition des Nature Writing an, in der sich Autorinnen und Autoren mit der Wahrnehmung von Natur, mit dem praktischen Umgang mit dem Natürlichen, mit der Reflexion über das Verhältnis von Natur und Kultur und mit der Geschichte der menschlichen Naturaneignung auseinandersetzen. Genreübergreifend findet dabei sowohl essaysistisches als auch lyrisches und episches Schreiben Berücksichtigung. Die Thematisierung von ›Natur‹ schließt die Dialektik von äußerer und innerer Natur ebenso ein wie die Auflösung der Grenzen von Kultur und Natur, aber auch die Möglichkeiten oder Probleme des Schutzes von Naturerscheinungen und natürlichem Geschehen.

Die Jury setzte sich in diesem Jahr aus dem Lyriker Jan Wagner, der Autorin und Herausgeberin der Reihe »Naturkunden« Judith Schalansky, dem Literaturwissenschaftler und Autor Ludwig Fischer sowie der Literaturvermittlerin Brigitte Labs-Ehlert zusammen.

 

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