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Søren Ulrik Thomsen

* 1956
Kalundborg, Dänemark

Vita

Verbrachte seine Kindheit auf der Halbinsel Stevns südlich von Kopenhagen. 1972 zog er in die dänische Hauptstadt. Er debütiert 1981 mit „City Slang“. Seither folgten sieben Gedichtbände und mehrere Essaysammlungen, dazu ein Best-Of-Band: „Samlede Thomsen“ (2014).

Thomsen ist ein Meister der kleinen Gesten. Mit scheinbar müheloser Beiläufigkeit lässt er Alltagsgegenstände gegen Theorien stoßen – in einer Diktion, die Lakonie mit Pathos und Humor verschmilzt. Liebe, Sterben, Trauer und Glück: Die großen Fragen leuchten in Thomsens Gedichten wie Raumschiffe auf einem staubigen Bürotisch.
Zu „Rystet spejl“ (Zitterspiegel; 2011) kam 2013 ein Album heraus, das er mit den sechs jungen Musikern von „Det Glemte Kvarter“ eingespielt hat. Ihre gemeinsame Palette reicht von fast durchsichtigen Soundlandschaften bis zu voll ausgefahrenem Lyrik-Funk. Eine breit aufgestellte Wort-Musik-Synthese zwischen Jazz, Pop und Avantgarde.

Darüber hinaus trat Thomsen auch als Übersetzer hervor und übertrug zusammen mit Jørgen Mejer Sophokles’ „König Oedipus“ (1990) und Euripides’ „Die Phönikerinnen“ (1998) ins Dänische. Seit 1995 ist Søren Ulrik Thomsen, der mit zahlreichen nationalen Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet wurde, Mitglied der Dänischen Akademie.

Veröffentlichungen (Auswahl):
auf Dänisch:
City Slang. 1981
Ukendt under den samme måne. 1982
Nye digte. 1987
Hjemfalden. 1991
Det skabtes vaklen. 1996
Det værste og det bedste. 2002 (illustiert von Ib Spang-Olsen)
Rystet Spejl. 2011
Samlede Thomsen, 2014

auf Deutsch:
Hjemfalden / Anheimgefallen. Gedichte dänisch / deutsch. Deutsch von Ursula Schmalbruch.
Kleinheinrich Verlag 1993
Rystet spejl / Zitterspiegel. Gedichte dänisch / deutsch. Aus dem Dänischen von Klaus-Jürgen Liedtke, Kleinheinrich Verlag 2016

Musik (Auswahl):
POWER. Det Glemte Kvarter. Oplæsning Thomsen, Sony Music 2016