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Walter Neumann

* 1926
Riga / Lettland

Vita

Neumann gehörte zur deutschsprachigen Minderheit des Baltikums. Als Kind erlebte er die Aussiedlung aus Lettland und den Zweiten Weltkrieg, vor dessen  Ende er noch Soldat wurde. Nach dem Kriege wohnte er 44 Jahre  in  Bielefeld und war als Bauarbeiter, Dolmetscher, Maurer, Techniker und Diplombibliothekar tätig. Seit 1989 ist er freier Schriftsteller. 1968 und 1975 erhielt er Auslandsreisestipendien ins östliche und westliche Europa. 1981 wurde er mit dem Andreas-Gryphius-Förderpreis und 1989 mit dem Eichendorff-Literaturpreis ausgezeichnet. Er ist Mitglied des PEN-Club und anderer literarischer Gremien.

Er veröffentlichte 37 Bücher und Einzelschriften, darunter zweisprachige Gedichtbände in Frankreich, Lettland und Polen, und über­setzte den lettischen Dichter Janis Rainis ins Deutsche. 1990 zog Walter Neumann in die Bodenseeregion. Hier hat er sich nicht nur durch die in dieser Zeit erschienenen Lyrikbände "Der Flug der Möwen", "Helle Tage" und "Die Bewegung der Erde"  sowie den Erzählungsband "Eine Handbreit über den Wogen. Baltische Geschichten" einen Namen gemacht; er hat auch 1992 die "Meersburger Autorenrunde" gegründet und ist Herausgeber der Anthologie "Landmarken, Seezeichen".

Letzte Gedichtbände:
„Die Ankunft des Frühlings“, 2004 , Allitera Verlag
„In den Gedächtnisfächern“, 2006 , Allitera Verlag,  
„In Worten graben“, 2013 , Collection Montagnola.