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Kolumne

What does the fox say?

                                                                                                Will we ever know?
                                                                                                                             Ylvis

Bernd Lüttgerding * Der rote Fuchs * parasitenpresse * Februar 2019

eia sie dyskütieren. und wie ungefähr  wär‘s
sich rauszuhalten, bräsig schnarren
von färnen
Gewesser herüber krütisieren
als ob, diskurss in feister boa/stola, als ob du

      dem gedicht auf die fersen'
- ah, dem fuchsgedicht -

fährten entlang schlaichen
natursignaspuren -
füchslein, dein rotes hemmad, es flattertata

     flattertata

dein rotes fluchsgewand, ein Lüttgerdingsches riemsgwandl

18.

Fuchs, was meinst du? Sollte man
sich noch klarer widersetzen?
Aber wie? Und glaubst du, kann
man den Fall auch falsch einschätzen?
Und riskierte, sag, man dann

nicht gleich, unter diesen Wagen
zu geraten, den man lenken will?
Fuchs, ich weiß, ich bin ja still.
Antworten auf meine Fragen
hab ich schon und muss dran tragen,

bis dein schriller Ruf uns stört
(falls man wach ist und ihn hört).

stell dir nich an, nich so an. ier kommt bärnd
flegelt belgschen bälgern gleich
bardisch mit dem fellhaar
durch den rüberacker. benn im dich
sprach: adhier üm gedücht
würd kein kraut mehr wachsen

oh alter narr. „der Ruß in deinen Nasenlöchern,“
und das ist alles echtt! gedicht mit leisem anlaut,
deixtisch, gesänge für drei wünschelruten
per scheren schnippisch unter-/übermalt

(...)
(- die Not, wir wissen es, sie weint

in unsern Breiten laut, die Zeit
ist hart ...), doch bleibt der rote Fuchs
dagegen, und er ist gefeit:

               Die Argumente dieses Drucks
               verglühen schnell in seinem Lodern.
               Was Notstand schien, wird ascheleichter Jux.“

kreuzbrav! spielt den viertakt, wankel-motown
ein schlankes parasiten-stück - des lüttgerdingers
sybillinische gesänge lassen pfeile lauschen, immer
schwerer wird’s: den purschen glatt zu unterschätzen

 

 

 

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