Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Kolumne

19. September ∙ Winterbienen

Zwanzig Tage – zwanzig Romane : Ein Buchspiel. Fragmentarisches Fragebuch zum teutschen Suchpreis 2019

so still, dass man das leise Knistern der tauenden Schneekristalle am Ohr hört …

 

Das, was ich notiere, ist nur eine Projektion meines Lebens, es ist weniger und doch gleichzeitig mehr, als ich selbst bin, wie auch die gesprochene Sprache immer mehr ist als ihre schriftlich Wiedergabe, die aber auf der anderen Seite doch vielleicht eine tiefere Wirklichkeit aufzeigt, ebenso wie eine Landkarte niemals die tatsächliche Landschaft selbst darzustellen vermag.

Die Geschichte des im Sommer 2019 erschienenen Romans Winterbienen setzt im Januar 1944 ein und endet im Mai 1945 (womit Norbert Scheuer erstmals einen ganzen Roman der entfernteren Vergangenheit widmet).

Der Tagebuchschreiber Egidius Arimond – ich habe damit begonnen, in meinem Bienentagebuch nun auch wichtige Erlebnisse und meine geheimsten Gedanken zu notieren –, vorzeitig aus dem Schuldienst beförderter Latein- und Geschichtslehrer, fleißiger Kleinbauer und für Bienen schwärmender, Bienen beneidender Imker, ihr Volk ist wie ein Organismus, der im Frühjahr einatmet, im Sommer ausatmet und im Herbst und Winter zur Ruhe kommt, schwebt wegen chronischer Krankheit, heikler Affären sowie halsbrecherischer Unternehmungen, Juden aus Kall, Eifel in präparierten Bienenstöcken über die nur wenige Kilometer entfernte Grenze nach Belgien zu bringen (ganz zu schweigen von den immerfort übers Urftland hinweg dröhnenden alliierten Bombergeschwadern) in unausgesetzter Lebensgefahr: Feindflugzeuge sind heute wegen der dichten Wolkendecke nicht unterwegs, aber der Krieg ist doch immerzu anwesend; ein schrecklicher Dämon, der seit Menschengedenken existiert, versteckt in einem Winkel lauert und jederzeit unerwartet hervorkommen kann, um blindwütig die Natur und ihre Kreaturen zu schänden. Endgültig wird die Lage prekär, als ihm lebensnotwendige Medikamente auszugehen drohen, Arimond eine Affäre mit der Frau des Kreisleiters beginnt und schließlich bei der Gestapo denunziert wird.

Ich wohne in einem Bergarbeiterstädtchen, das an einem Fluss liegt, der sich durch einsame, zerklüftete Landschaften schlängelt, eine Gegend mit kleinen Dörfern inmitten von Magerwiesen, Fichten-, Kiefern- und Buchenwäldern, die sich bis zur belgischen Grenze erstrecken. Dies war immer schon eine verlassene, karge Region, die einst durch Erosion des variszischen Urgebirges entstanden war, mit Bergrücken vulkanischen Ursprungs, welche die Hügellandschaft überragen, mit einer üppigen Vegetation, die die Bienen offenbar sehr lieben, denn sie leben bereits seit Millionen von Jahren hier, lange bevor Menschen im Urftland zu siedeln begannen.

So beginnt dieser – ›gefühlt‹ in jeder Zeile – von Bienen durchsummte, mit 320 Seiten (Danksagung, Anmerkung, lateinische Zitate, Glossar, Literatur- und Filmverzeichnis als Teile der Gesamtstruktur einbeziehend) bislang ambitionierteste, umfangreichste Urftland-Roman, in dem Egidius Arimond, ein Mitglied der zum Stammpersonal der Urftland-Geschichten gehörenden Familie Arimond, die Hauptrolle übernimmt.

Es gibt Bücher, in die ich mich hineinkämpfen muß, deren Besonderheit, Güte und Originalität erst nach einer gewissen Anzahl von Seiten (oder gar nachdem ich sie zu Ende gelesen habe) ein/leuchtet. So ist es mir auch mit einigen der hier vorgestellten Romane ergangen. Es gibt Bücher, bei denen ich nach einem Satz (oder spätestens nach einer Seite) befürchte: Das wird nichts, nie und nimmer. Da kann der Stoff noch so interessant, das Thema noch so ›wichtig‹, die Handlung noch so spannungsreich sein: Wenn die Sprache nicht s∙t∙i∙m∙m∙t, sind auch Hopfen und Malz verloren:

Wenn die Sprache nicht stimmt, so ist das, was gesagt wird, nicht das, was gemeint ist; ist das, was gesagt wird, nicht das, was gemeint ist, so kommen die Werke nicht zustande; kommen die Werke nicht zustande, so gedeihen Moral und Kunst nicht; gedeihen Moral und Kunst nicht, so trifft das Recht nicht; trifft das Recht nicht, so weiß die Nation nicht, wohin Hand und Fuß setzen; also dulde man keine Willkürlichkeit in den Worten: Das ist es, worauf es ankommt.  (Konfuzius)

Der Dichter Stéphane Mallarmé betonte einst im beschwingten Gespräch mit dem Maler Edgar Degas, Gedichte seien aus Wörtern gemacht, nicht etwa aus Ideen … Für mich, denke ich, sind die Geschichten, die ich meine, ebenfalls in erster Linie aus Wörtern gemacht, alles andere ist primär, …1 Und – den Foliantenfaden wieder aufnehmend – es gibt die Bücher, die mich mit dem ersten Satz schon beim Wickel nehmen, energisch in den Wörtersog hineinziehen (wie mich das verheißungstolle Horn in Bruckners vierter Sinfonie, unwiderruflich, in den mystischen Wald hineinlockt, der Binnenblick, wurzeltief, an Magrittes sechzehnten September dockt) und von denen ich nach einer Minute (die mir vorkommt wie die Sekunde in einem von Scheuers Gedichten) kurz und mündig sage: That’s it. Das sind die honigfadendurchwirkten Bücher der alle buchstäblichen Alchymieregister ziehenden Musiker unter den die Ingredienzien geistiger, körperlicher, seelischer Existenz in Worttiegeln amalgamierenden, umwandelnden Schriftstellern, die das Instrument Sprache auf eine Art beherrschen, daß ich mich und die Welt, Raum und Zeit beim Mitsummen der Wörter vergesse.

Zu diesen Büchern zähle ich den Roman Winterbienen, der mir schon Honig ins Maul schleudert, als ich ihn noch gar nicht lese. Dieser bestechende Titel – what a word, what a word, what a word: W∙i∙n∙t∙e∙r∙b∙i∙e∙n∙e∙n, Winterbienen, Winterbienen: ein ständiges Vibrieren

Den ersten Tagebucheintrag Egidius Arimonds (dessen Bruder Alfons Jagdflieger ist), überschrieben mit dem bei Pär Lagerkvist vorgefundenen Motto Es gibt keine ganze Darstellung der Wirklichkeit. Nur eine Auswahl (das auch für Norbert Scheuers Auffassung vom Romanschreiben gilt), lese ich dreimal, nein, viermal hintereinander, und da ist er wieder, der Wunsch, den ich in abgewandelter Art und Weise so oft in den Urftland-Geschichten vorfinde und dessen Erfüllung zumeist in den glitzernden Sternen steht:

Nach dem Krieg will ich von hier weggehen und diese öde Gegend endlich hinter mir lassen, um in einer großen Stadt zu leben; ich fürchte aber, dann wird es zu spät sein, viele Städte sind bereits zerstört. Womöglich werde ich für immer hierbleiben müssen.

Ein Buch lesen heißt naturgemäß auch: scherben saufen. Das ist ja bereits der Fall, wenn gleich zu Beginn davon die Rede ist, daß viele Städte bereits zerstört sind.

Sechs mehr oder weniger einfache Wörter.
(Wie viele Romane sind daraus gemacht worden?)
Halte ich ein im Lesen, lege ich, wenigstens, e∙i∙n∙e Denkminute ein? Mache ich mir e∙ig∙e∙n∙t∙l∙i∙c∙h noch genügend klar, was da überhaupt steht?
Ja, was heißt das denn – e∙ig∙e∙n∙t∙l∙i∙c∙h: lesen? Ich bin es doch, der so gern betont: Lesen heißt doppelt leben.
Im Gespräch betont Hans Bender, erst das nochmalige (und nochmalige …) Lesen sei das e∙ig∙e∙n∙t∙l∙i∙c∙h∙e, vor:bildliche Lesen …

Von dieser Bedrückung abgesehen, die mich nun tatsächlich innehalten läßt, erlebe ich die Lektüre des Romans Winterbienen wie heutselig // in einem / meer / von immen / schwimmen: Carnica ist etwa so groß wie der Fingernagel eines kleinen Mädchens, ihr Körper ist bedeckt mit einem gefiederten, pelzartigen Chitin-Haarkleid. Sie hat schöne Facettenaugen, wundersame Sensoren für Schwingungen, Gerüche und Geräusche; in ihrem kleinen Gehirn entsteht so das Bild einer Welt, die ganz anders aussieht als die unserer Wahrnehmung.

Wen wundert’s, daß der von epileptischen Anfällen heimgesuchte, so gefühlvolle wie geistreiche, bis nach Ägypten gereiste Gelehrte (der über das Leben des Klosterbruders Ambrosius Arimond, des Vorfahren aus dem 15. Jahrhundert, forscht), sehnsuchtsvolle Liebhaber (gleich mehrerer Frauen: Die Liebe schweift nur umher und verweilt an keinem Ort), Fluchthelfer (auch um seiner selbst willen), mit den Bienen, von seltenen Attacken abgesehen, alles im Bienenvolk scheint aufs Beste fürs Überleben und die Wohlfahrt des Volkes eingerichtet, in wunderbar anmutendem Gleichklang lebender Imker, von einem Leben als Pflanzer und Wurzelmann träumende Icherzähler Egidius Arimond,2der solcherart anschaulich und klar formulierte Sätze ins – auch anthropologische, philosophische, religiöse Aspekte reflektierende – Tagebuch zu schreiben vermag, als Kind schon die als laut, roh, schroff empfundene Welt um sich herum sehr schlecht bloß ertrug, allergisch reagierte und in die stille Welt der Bücher, in denen er Welt als erfundene erlebte, flüchtete – so, wie er als nicht allgemein von den Fährnissen der Zeitläufte, sondern als chronisch kranker erwachsener Mann ganz persönlich Bedrohter in die Arme Annas, Charlottes, Marias flieht – und in die Träume, die Tagträume, die nächtlichen Träume, ein wenig das innere Kindsein bewahrend, das sich wohl jeder Mann erhalten will:

Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt sind wohl alle Kinder so, alles an ihnen wirkt klar und rein wie eine blanke Schultafel für unendlich viele schöne, abenteuerliche Geschichten. Ich wüsste gern, was mit uns geschieht, dass wir unseren staunenden Geist langsam verlieren, bis das Rätselhafte der Dinge, die uns umgeben, irgendwann ganz verschwunden zu sein scheint.

Wieder und wieder und wieder macht die in erster Linie anhand von Tagebucheintragungen erzählte Geschichte den gigantischen Unterschied von Biene und Mensch durch nichts als anschauliche, lakonische, präzise Beschreibung der jeweiligen Situationen unmittelbar deutlich: Ausschließlich wenn sie sich bedroht fühlen, greifen mich die Bienen an, und ich stehe inmitten von dunklen Wolken kriegerischer Bienen,3 o Arimond, ansonsten lese ich wortlaufend von der krassen Andersartigkeit der b∙e∙h∙e∙r∙z∙t∙e∙n Biene (die, ihrer Natur gemäß, auch töten muß: ›sinnvoll‹, um des reinen Überlebens des Bienenstaates willen: Auf dem Rücken liegend, versuchen die einstigen Günstlinge der Königin, die wütenden Angriffe abzuwehren, aber es nützt ihnen nichts. Die glitzernden Flügel werden ihnen abgerissen, die wie Diamantsplitter glitzernden Augen ausgestochen. Erbarmungslos werden sie wie fremdartige, nicht mehr zu ihrem Volk gehörende Eindringlinge angegriffen und getötet4 im Vergleich zum mörderischen Menschen (der, wenn er dem Irrglauben erliegt, es müsse sein, millionenfach s∙i∙n∙n∙l∙o∙s tötet): Die Soldaten reden an der Theke von Flüchtlingen, die sie gefangen und gleich erschossen haben.

Mehrfach finden sich im Tagebuch Hinweise auf den abgestürzten amerikanischen Piloten, den über Wochen und Monate regelmäßig frisch eingesetzte Trupps mit Spürhunden suchen, und ich denke: Der Tod von 50 Millionen steht heute als Zahl in den Geschichtsbüchern, wenn es um die Jahre 1939 bis 1945 geht. Was bedeutet diese Zahl? Ich bin ratlos. Unmittelbar wird mir die Bedrängnis dieses einen – Tag und Nacht – gejagten Menschen vor Augen geführt, der sich, vielleicht, in einem das untergründige Urftland labyrinthisch durchziehenden Stollen versteckt und auf diese Weise so unglaublich viel pervertierte nazistische Energie an sich bindet! (Die Geschichte dieses Helden ist dabei ›nur‹ eins der feinen alltäglichen Wunder, die in Winterbienen gewirkt werden – hoffentlich auch am Ende!)

Ist die Kooperation von Bienen (gab es je einen derart detailliert und kunstvoll ausgearbeiteten ›Bienenroman‹?) und Egidius Arimond bei der Fluchthilfe auch ein alltägliches ›Wunder‹? Wundersam ist sie in jedem Fall. (›Wunder‹? Wäre auch ein gutes Schlußwort für dieses Buch gewesen …)

Während der Wochen der winterlichen Ardennen-Offensive, die er, wegen fehlender Medikamente, von Tag zu Tag immer weniger ›bewußt‹ erlebt, beschreibt Arimond die verheerenden Auswirkungen des Luftkriegs über dem Urftland, von dem auch Kall, Eifel arg in Mitleidenschaft gezogen wird: In der Bahnhofstraße brennen die letzten noch stehenden Häuser, er deliriert, ich muß zu den Bienen, ihnen sagen, daß ich bald sterbe, halluziniert, dröhnende schwarze Striche schieben sich über den Himmel, imaginiert, wirre Bilder und irre Träume, zuletzt gar nichts mehr, nur noch Dunkelheit und Vergessen, phantasiert, schwarze Schneeflocken im Wind, spintisiert, alles ist dunkel vom Staub, schäumt/träumt, einer drückt mir ruhig die Pistolenmündung an die Stirn und schreit, ich solle verschwinden – und schafft es, als ich die Augen nach langer Zeit wieder öffne, sehe ich eine Winterbiene am Fenster, ›irgendwie‹ ans rettende Zeitufer des Mai 1945.

Und dann? (In Barbara Kingsolvers Roman The Lacuna lese ich: The most important part of a story is the piece of it you don’t know.)

Erstarrt blieb er stehen.

So lautet der als u∙n∙h∙e∙i∙m∙l∙i∙c∙h empfundene, weit über konkrete Person und Situation hinausweisende letzte Satz. Vier Wörter für ein Halleluja? (Von wegen Sternenfahrer, wie es im Satz davor heißt.) ––– Ende offen.

Wer es jetzt b∙u∙c∙h∙s∙t∙ä∙b∙l∙i∙c∙h wissen will (denn was schon vermitteln diese oder jene über einen komplex strukturierten Roman geschriebene Wörter – in W∙a∙h∙r∙h∙e∙i∙t wohl nur sehr wenig mehr als n∙i∙c∙h∙t∙s: Beschreibt ein Beschreibender durch seine Beschreibung nicht mehr sich selbst als das, was er beschreibt?, frage ich, aus gutem Grund, ein weiteres Mal), was es – einschließlich des Herzens von Cusanus – mit diesem Bienenbuch auf sich hat, das zugleich Generationen-, Liebes-, Reiseroman, Kriegstagebuch sowie illustriertes Fachbuch für Jagdflugzeuge, Tiefflieger und Bombenflugzeuge ist, der lese diesen in jeder Hinsicht vorzüglich verfaßten Roman – exemplarisch benenne ich die Strukturelemente glitzernde Anschaulichkeit, atmosphärische Dichte, exzellente Fachsprachlichkeit, kongeniale Nachempfindung beider Arimonds Denk-, Lebens-, Schreibart, ständig gesteigerte Spannung, oszillierender Sprachfluß, welthaltige Wortwahl.

Und da ›ich‹ es b∙u∙c∙h∙s∙t∙ä∙b∙l∙i∙c∙h wissen will, blättre ich schon wieder in Winterbienen, lese erneut den Eintrag vom 23. September 1944, gönne mir den exquisiten Blick ins träumende Gehirn ein weiteres Mal (und dabei wird’s wohl nicht bleiben): […] Wenn man den Bienen zusieht, ist es, als blickte man in ein träumendes Gehirn. Irgendwann wird das Leben der Bienen sich mit meinem vermengen, ihres und meines werden sich dann nicht mehr unterscheiden lassen; es wird dunkel sein wie in einem Bienenstock im Winter.

 

***
Fortsetzung: 20. September ∙ Wo wir waren
Erstveröffentlichung in Matrix 58

 

  • 1. … wie der frühere Nationalspieler Andreas Möller einst meinte (den ich hier deshalb bloß ins Wortspiel bringe, weil auch Norbert Scheuer und ich in jungen Jahren passionierte, technisch überdurchschnittlich begabte Fußballer waren).
  • 2. Am 16. Mai 1944 in der Bibliothek sitzend, Charlotte, die Bibliothekarin (Gattin des NS-Kreisleiters), in die er verliebt ist (und sie in ihn …), in der Nähe wissend, träumt er sich – trotzdem! – an den ›klassischen‹ locus amoenus: … ein paar kleine Äcker, ein hübscher Garten hinter dem Haus, oben am Bergabhang ein Fleckchen Wald, wo ein kleiner Bach entspringt, der an meinem Haus vorbeifließt. Vielleicht wäre ich wirklich lieber wie der freiwillige Bettler im Zarathustra ein Pflanzer und Wurzelmann. Ich liebte wie er den Honig, malmte auch lieber Körner, verschmähte das Fleisch. In der ewigen Wiederkehr der Jahreszeiten, in der Wiederholung des Immergleichen als Grundbedingung des Lebens könnte ich mein Schicksal akzeptieren.
  • 3. Schlagartig springen aufeinander losstürmende (vogelperspektivisch eingefangene) kriegerische Horden aus den von Peter Jackson in Szene gesetzten Herr-der-Ringe-Filmen vors geistige Auge – wie ich zuvor bereits bei der burlesken Beschreibung des vom Glockenturm fünfhundert Russen die Köpfe wegschießenden Scharfschützen sowie des plötzlich wild um sich fuchtelnden ›Führers‹ (eine B∙i∙e∙n∙e∙n∙a∙t∙t∙a∙c∙k∙e???) in die Welt von Quentin Tarantinos Film Inglorious Basterds geworfen werde.
  • 4. ** Interessant der anthropomorphe Blick, mit dem Norbert Scheuer den Protagonisten die Drohnenschlacht wahrnehmen läßt. Die Art, wie Arimond diesen Eintrag ins Tagebuch verfaßt, könnte mit nahezu identischen Wörtern das Gemetzel an den Fronten, in den Gefängnissen, im Hinterland oder den KZs (nicht nur) jener Zeit beschreiben.

Fixpoetry 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung von Fixpoetry.com und der Urheber
Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen den Artikel jedoch gerne verlinken. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Letzte Feuilleton-Beiträge