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Karussell Literaturzeitschrift Ausgabe 8 SchönLügen
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Karussell Literaturzeitschrift Ausgabe 8 SchönLügen
Kritik

Lauschangriff auf die Nachkommen Beethovens.

Andere Revolutionen
Hamburg

Es existiert eine amerikanische Rezeptionslinie von Karl Marx, die über McCarthy nur müde lächelt: vom Sohn eines Hebraisten aus Baltimore Noam Chomsky sowie einem Historiker an der Boston University namens Howard Zinn. Auf dieser Linie wird man sich an die Bemerkung von Marx erinnern, wonach die Deutschen an jeder Restauration teilnahmen, aber an so gut wie keiner Revolution.

Außer im deutschen Osten. Dort fanden wirkliche Revolutionen statt, wenn auch unvollständige, verzerrte Revolutionen, deren Reichweite wir jetzt erst allmählich zu begreifen beginnen. Andere Revolutionen. Andere und anders als man hinlänglich zurechtgedeutet hat. Der Band »Trotz aller feindlichen Nachricht« (poetenladen 2014) des 1943 geborenen und heute in Leipzig lebenden Dichters Roland Erb ist ein berührendes Zeugnis für eine solche innere Revolution.

Es finden sich in diesem Band Gedichte, wie »Friedensgebet 89«, das den Kontext der friedlichen Revolution und den wöchentlichen Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche aufnimmt. Es beginnt so: »Im Hohlraum, im / Ausgehölten, / erdrosselt von / Mauern, / als die Horchenden / schweigend / saßen / beim Singen, / erhob sich funkelnd / die Stimme / von einst. «

Diese erste Sequenz hat nichts mit den Philosophen aus dem protestantischen Pfarrhaus gemein, womit das 18. und 19. Jahrhundert gepflastert zu sein schien. Vielmehr subsistiert die revolutionäre Energie des Gedichts in einer paradoxalen Idee, die uns darin präsentiert wird:

Die (Nikolai-)Kirche als einen »Hohlraum«, der von »Mauern« umschlossen ist, darin die »Horchenden« – sagen wir einmal des Mittelalters – zusammengedrängt »saßen«, verängstigt von den apokalyptischen Strafen, die sich über ihre Laster ausbreiten würden, sobald der Herr seine Wasser über die Landen führt… jene Kirche war selbst einst zum Objekt oder zum Kreuzweg der Kritik geworden. Eingefaltet in dieses Bild jedoch liegt auf der metaphorischen Ebene ebenso die Gegenwart der DDR, die aus diesem kritisierten Ort heraus eine Kritik herausführt. Religionskritik und Regimekritik sind in der noetischen Struktur des Gedichts chiastisch verschränkt.

Dann ist aber da noch der Gesang. Unzerstörbar, das melismatische Murmeln der »Horchenden«: »beim Singen, / erhob sich funkelnd / die Stimme / von einst. « Roland Erb stellt ein Szenario vor uns, darin sich im Gesang selbst, dem Urbild der Poesie, die funkelnde Wahrheit jener »Stimme / von einst« zu sich kommt aus den Mündern der Unterdrückten. Das Singen jedoch ist nicht ihr Triumph, nicht gleich schon ihre Befreiung – dazu ist Roland Erb zu sehr Realist.

Weiter heißt es in diesem Gedicht: »Kein Engel / im Flammenkleid / auf der Empore, / kein Quell / aus der Felsenwand. « Weder die Erzengel noch Moses will Erb hier als Garant der Verheißung in Erinnerung rufen.1 Roland Erb scheint mir einer der letzten wirklichen Humanisten zu sein, sein unerschütterlicher Glaube (nicht frei von Ernüchterung und Enttäuschung, immer aber der Vernunft verpflichtet) an die kreatürliche Potenz des Menschen, welcher irrt – irren muss – solange er strebt – streben will solange er kann: »Erwartung, Hoffen / ins Blau. / Und noch / schien nicht alles / zertrümmert. «

Roland Erb ist Romanist. Er studierte in Leipzig 1961 – 1966 in einer Zeit, da die Biologin Sarah Kirsch am Joachim R. Becher Institut studierte und der Kölner Literaturwissenschaftler Hans Mayer an der Universität Leipzig gerade seine letzten Vorlesungen in der DDR las. Wer im Katalog der deutschen Nationalbibliothek nachsieht, wird erschrecken vor der Fülle an Übersetzungen, die seine Handschrift tragen: Er übersetzte beispielsweise Serge Filippini, Jorge Amado, Marina Zwetajewa, Philippe Soupault, George Bacovia, Tudor Arghezi oder das Schiffstagebuch von Christopher Columbus.

Das Erscheinen seines ersten Gedichtbandes 1981 »Die Stille des Taifuns« wird ihm allerdings mit einem mehrjährigen Publikationsverbot quittiert. Heute schaut Roland Erb neben Übersetzungen auf ein umfangreiches Oeuvre zurück. Man ist geneigt zu sagen ein stolzes Werk, das sowohl Poesie wie auch erzählende Prosa und Kritik enthält. So komme ich zum 2014 erschienen Band aus der Reihe Neue Lyrik »Trotz aller feindlicher Nachricht«. Ich möchte zwei Zugänge dazu diskutieren. Es gibt natürlich viel mehr, aber ich muss mich kurz fassen.

Schauen wir uns an: zunächst die Nachkommen Beethovens und der Lauschangriff, um sodann das Gedicht als Zeugnis der Ohnmacht bzw. »die brutal offengelegte Natur« des Menschen zu betrachten.

Lauschangriff auf die Nachkommen Beethovens

Den sechs Abteilungen des Bandes »Trotz aller feindlicher Nachricht« steht ein Gedicht voran. Es heißt »Das Ohr« und geht so: »Wir halten das offene Ohr / an die Erde, sehr schwach / dringt ein Beben herauf / wie von hastig stampfenden Hämmern / weit über Land oder / Panzerketten, die blindwütig / Dörfer einebnen wir halten / das offene Ohr an die Erde, / sehr schwach«. Das Motiv des Ohrs wird wiederholt aufgenommen. Es ist allerdings ein ambivalenter Sinn, der sich durch dieses Organ vermittelt. Hier scheint es ein Sensorium der Veränderung, auch der Wachsamkeit der Vernunft zu sein.

An anderer Stelle begegnen wir dem Gedicht »Das eiserne Ohr«. Es setzt ein im Moment intimer Erfahrung: »Wir gingen im Park umher / mit rastlosem Schritt, / ich hatte den Arm / für Sekunden / um deine Schultern gelegt«. Was sich jedoch als Augenblick der Zuneigung andeutet, ist schon in der Zeile »mit rastlosem Schritt« gestört, denn tatsächlich ereignet sich zwischen dem Paar ein Streit. Dort im Park trennen sie sich, nur um sich wenige Verse später wieder zu versöhnen »für eine Spanne Zeit«. Es ist also kompliziert.

Nur sind die beiden, nennen wir sie Liebenden, nicht allein, ist ihr Umhergehen im Park nicht unbeobachtet, denn: »Es war wie immer, / und unaufhörlich / hielten die Lauscher / das eiserne Ohr / in der Luft aufgesperrt. // Den Blätterfall registrierten sie / deines, meines / Gesprächs«. Ist das eiserne Ohr das alles registrierende Gehör der Staatssicherheit hinter dem Eisernen Vorhang? Wer ist »sie«? Oder: Macht die Unerkennbarkeit derer, die »sie« sind, gerade ihre unheimliche Präsenz aus?

Und man fragt sich, was ist passiert in der Stadt Leipzig, die in allen musikalischen Dingen so begabt, so hochbegabt ist; diese Stadt, wohin Thomas Mann seinen Tonkünstler Adrian Leverkühn zur Ausbildung schickt; der Ort, der die Wiege Richard Wagners war, Wirkstätte Mendelssohn Bartholdys und Johann Sebastian Bachs; Leipzig, von wo aus der Musikverlag C. F. Peters die gesamte Welt mit Partituren versorgte – was ist passiert in Leipzig, der Mutter des Gehörs, wenn in ihr, wie uns Roland Erb zeigt, das Ohr plötzlich suspekt, eine beunruhigende, intrusive, ja dämonische Kraft geworden war?

Roland Erb erteilt der Dialektik des Weltgeistes eine Absage, denn dazu kennt er zu sehr die Paradoxien, die den Lauf der Zeit bestimmen und uns rückblickend aus der Ironie der Geschichte zuzwinkern. Und alles Gehör ist Hinabhorchen in den Abgrund der Zeit, wie Roland Erb uns im Gedicht »Verschnaufen am Steilhang« nahezulegen scheint: »[…] / Es ist das Ohr an den Abgrund zu legen, / zu hören das geilende Kreischen der Sägen, / zu sehen, wie der Honig der Stille tropft / aus schwärzlichen Waben langsam, / zu schmecken die vergessene Würze des Wassers, / das kühl durch die Wände sintert, / zu ahnen den Weg in den Mahlgang der Steine / […]«.

Zu legen. Zu hören. Zu sehen. Zu schmecken. Um schließlich irgendwann »zu ahnen«. Ich habe den ersten und letzten Vers oben unterschlagen. Der erste und letzte Vers sind identisch. Sie situieren diese Bewegung mehr als dass sie sie rahmen: »Der lohnende Anstieg beginnt erst jetzt«. Elementare Bilder des Honigs, der Waben, des Wassers, der Wände sind hier verwoben mit einer arkan anmutenden Semantik, die den Honig zum Honig zur Stille verwandelt, der allerdings aus schwarzen Waben tropft, und an die vergessene Würze des Wassers gemahnt, das die Wände, wodurch es sintert, dem Mahlgang des Gesteins abzugewinnen sei, also der paradoxen Materialität des Daseins. In Kombination mit dem Kreischen der Sägen hat man das Gefühl, Celan hätte mit Brecht einen flüchtigen Packt geschlossen.

Gefasst ist dieses tetrametrische Gedicht, wie man leicht sieht, in einem jambischen bzw. anapästischen Versbau, der seine Musikalität gewinnt durch alliterative und assonante Passagen und den rhetorischen Parallelismus in der Syntax (etwa »das geilende Kreischen« oder »aus schwärzlichen Waben langsam« oder »die vergessene Würze des Wassers« bzw. die Wideraufnahme der Infinitivstruktur wie oben erwähnt).

Dem Ohr den sonoren Wohlklang der Welt wieder ins Gehör rufen, nachdem das Ohr missbraucht und instrumentalisiert worden war als bloßes Lausch- und Abhörorgan, ist das nicht was die Poesie mit dem Bewusstsein tut? Ist nicht dies der Grund, weshalb wir uns eine Poesie wünschen, die fordert, die alles von uns abverlangt, weil mit ihr stets auf der Kippe steht, was wir zu hören und wahrzunehmen vermögen? Aber wir können uns daran erinnern, wie eingangs zitiert im Gedicht »Friedensgebet 89«, ist auch unsere Hoffnung unbestimmt, »ins Blaue« hinein und die Verheißung ein Weg der Bitternis, Enttäuschung und Frustrationen: Es gibt sie, die Stimmgabel der Poesie; und: »Der lohnende Anstieg beginnt erst jetzt«.2

Dichtung ist nicht bloß Arbeit an der Erinnerung, sie ist nicht bloßer Uwe-Johnsonismus oder Günter-Grassistik, sondern auf eminente Weise auch (immerfort scheiternder, weil unvollkommener) autonomer (menschlicher) Akt der Gnade und überfließende Gabe des Intellekts.

»Die brutal offengelegte Natur« des Menschen

In seinen Anmerkungen zu Roland Erb weist Jan Kuhlbrodt, einer der der drei Herausgeber der Reihe Neue Lyrik im poetenladen Leipzig,3 auf eine Holzfigur vor dem Rathaus in Nordhausen hin, wo der Dichter aufwuchs bevor er nach Leipzig zog: »ein mittelalterlicher Roland, Beschützer des Gemeinwesens und Zeichen seiner Unabhängigkeit. […] Der Schutz, den man von der Figur einst erhoffte, blieb immer wieder aus. Und vor allem gelang es dem Roland nicht, die Bevölkerung der Stadt vor sich selbst zu schützen, wenn es Not tat. «

Die Skulptur ist ein Zeuge der Geschichte. Wir müssen uns zunächst daran erinnern, dass die Zeugenschaft in der Geschichte freilich eine Präsenz des Bezeugten schafft. Darüber hinaus jedoch bewirkt sie das, was sie nicht selbst tun kann, nämlich das Urteil des Anderen über das, was sich seiner oder ihrer Erfahrung entzieht.

Roland Erb, um ein Zitat von Thomas Bernhard zu bemühen, präsentiert uns wiederholt mit Zeugnissen der eigenen Ohnmacht, der »brutal offengelegten Natur« des Menschen. Zum Beispiel im Ringen um Alltag, um Selbsthabe, wie im Gedicht »Manchmal ein Nachmittag«: »Wieder und wieder / dein Kampf um den winzigen Alltag, / der vage Versuch eines Orts, / der Denken und Handeln / erlaubt und schützt. / Das übliche Ohnmachtsgefühl, / dennoch / manchmal ein Nachmittag / der sich anfühlt ähnlich / wie Glück. «

Das Gedicht reiht sich ein mit einigen Stücken in diesem Band, die Zustände des Befindens thematisieren. Dieses Gedicht scheint wie eine augenblickliche Amnestie, eine kurze Galgenfrist, bevor die Dynamiken der Fremdbeanspruchung, des Zwangs, der Bedrängung, des Notgedrungenen, der Vereinnahmung, der Nötigung wieder ihre knorrigen Glieder ausstrecken nach uns.

Vielleicht sollten wir nicht zu sehr den Text lesen, als einen Kommentar auf die Sehnsucht nach Normalität in einem repressiven System, denn alle Systeme sind repressiv, vielmehr scheinen mir hier interessant wie Areale der Erfahrung bestimmt sind: Ohnmacht als das »übliche« Gefühl, das Glück hingegen ein Nachmittag der »wie«. Die Ohnmacht ist konkret und konstant, das Glück lediglich ein Vergleich, vage Ähnlichkeit zu »ein[em] Nachmittag«.

Dieser diffuse Sinn für das Glück steht in vielen Texten einem überwältigenden Moment der Machtlosigkeit, auch der Ohnmacht gegenüber: »So wenig und so machtlos bin ich, / dass ich dir nur als Auskunft geben kann: // Du darfst ja sprechen, in der Nacht, die feuchten Wände hörn dir zu, / und möglich ist, sie lieben deine Stimme. / Auch ich, der vor dem Schlaf her läuft, der seine Schritte immer wieder abbricht, / bin voller Neugier, dass ich dir / gern zwei Minuten lauschen will / mit meiner Aufmerksamkeit, die zu rasch erlahmt. / Denn ich bin schwächer als die Rieselwände, / und beide stürzen wir wohl bald, / und ich verliere die Geduld zu schnell. « Es ist da eine seltsame Dynamik zwischen Dürfen und Wollen, die entsteht. Das anthropomorphisierte Bild der Wände und das Delirieren des Ichs, das vor dem Schlaf hergeht, führen uns ein in ein Ringen um Selbsthabe mit dem Vorzeichen des Unvermögens.

Wir begegnen diesem Verhältnis widerholt. Beispielsweise im Gedicht »Schwitzkasten«, in dem ein Unbekannter die Stimme des Ichs im Schwitzkasten hält »mit stählernen /Pranken« und verlangt: »Ich muss seinen Namen / erraten und laut ihn lobpreisen«. Oder in dem Gedicht, das den Titel einer Landschaft in der nordwestlichen Ukraine trägt - »Wolhynien«. Das alptraumartig inszeniert ist und eine Vision zeigt, darin jemand sein eigenes Grab schaufelt in der gefrorenen Erde: »Ich hatte bald / brennende Blasen / an beiden Händen, / ich schwitzte und fror, ich / konnte nicht denken«. Wir sind hingebracht in die Zeit des Krieges, direkt in den inneren Monolog eines, der »grub und konnte nicht / fertig werden«. Aber ist es das Graben des Grabs oder Wühlen in der Erinnerung, das hier nicht zu Ende kommt?

Und doch sind wir trotz aller feindlicher Nachricht zurückverwiesen an retroutopische Konstellationen, Szenen der Kindheit, darin die Mutter im unmittelbaren Nachkriegsdeutschland ist: »Als der Sturm über dich hin blies, / spürte ich große Stille / an dir«. Es sind diese Figuren der Hoffnung, die den Vergleich zum Glück nicht scheu machen (»wie Glück«), ein seltsamer Stoizismus, auch ein Trotz, den das vorletzte Gedicht aufnimmt, in dem es eine von natürlicher und moralischer Unbill heimgesuchten Welt anruft, unter dessen Gewicht der »stoische Titan« beharrlich bleibt. Und das letzte Gedicht, das zum Titan den Prometheus stellt, aber »keiner, / der ihn geheißen hätte, / was zu beginnen und / wie«.

Nichts ist einfach zu haben und selbst das, was wir hätten, wissen wir nicht. Ich denke, Roland Erb bleibt bei dieser Feststellung. Es ist die offene Wunde, die sich nicht schließen lässt, und jede Hoffnung fordert und zugleich in ihrer Forderung entlarvt sie sich selbst, da ihr Objekt »ins Blau[e]« geht. Aber so dürr und geschändet, auch enttäuscht diese Hoffnung in der Wirklichkeit auch sei: »Und noch / schien nicht alles / zertrümmert«. Ganz, ganz stark ist dieser Band.

  • 1. [1] Vgl. hierzu eine zentrale Etappe der Israeliten beim Auszug aus Ägypten (eine Stelle übrigens die Thomas Mann sehr liebte) in Exodus 17.3-6: »Mose schrie zum Herrn: Was soll ich mit diesem Volk anfangen? Es fehlt nur wenig und sie steinigen mich. Der Herr antwortete Mose: Geh am Volk vorbei und nimm einige von den Ältesten Israels mit; nimm auch den Stab in die Hand, mit dem du auf den Nil geschlagen hast, und geh! Dort drüben auf dem Felsen am Horeb werde ich vor dir stehen. Dann schlag an den Felsen! Es wird Wasser herauskommen und das Volk kann trinken.«
  • 2. Ich möchte in diesem Zusammenhang noch ein weiteres Gedicht Roland Erbs aus diesem Band anführen, um die Beobachtung einigermaßen vollständig abzurunden. Es trägt den Titel »Hinter die Ohren«: »Fährst mit dem Fuchsschwanz durch seine Rede / ritsch ratsch, lässt ein paar Zickzacken stehn, / die Vokale a, i, sechs schnarrende, schlappende / Mit-Laute, das, was dem geschundenen Mund, / was jetzt noch hervortritt, ein glucksender Ton ah-ra, / unterbrochenes Eselsgeschrei, Schnaufen, Schnauben des Pferds, / dem man Eisen ins Maul stößt. Hast / nach dem Zerrwanst gelangt, uns mitgespielt, / ja! Jetzt das uralte Lied! Das wir / lieben!«
  • 3. Die anderen HerausgeberInnen sind Jayne-Ann Igel und Ralph Lindner. Vor Roland Erb sind sechs weitere Bände in dieser von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen geförderten Reihe erschienen: Anne Dorn, Michael Fiedler, Thilo Krause, Kerstin Hensel, Peggy Neidel und Uwe Hübner. Das Geld ist, wie man unumwunden sieht, hervorragend angelegt.
Roland Erb · Ralph Lindner (Hg.) · Jan Kuhlbrodt (Hg.) · Jayne-Ann Igel (Hg.)
Trotz aller feindlichen Nachricht
poetenladen
2014 · 128 Seiten · 16,80 Euro
ISBN:
978-3-940691-60-6

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