Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Notiz

Dissens oder Dialog

Ich bin sicher keine der professionellen Kritikerinnen, die sich Tristan Marquardt wünscht. Oft genug verunsichert mich mein mangelndes Rüstzeug, mein fehlendes Hintergrundwissen. Andererseits finde ich mich wieder in der Beschreibung Jan Kuhlbrodts als nach Erkenntnis strebender Leserin.

Bei diesem Diskurs ist mir zuviel entweder – oder und zu wenig Suche nach einem sowohl als auch. Womit ich meine: gucken, wie die Kollegen es machen, auch die Profis, und dann nach einem eigenen Weg suchen, am besten gemeinsam, so wie Fixpoetry das gerade mit express! ausprobiert.

„[...]ein unverbelltes Klima, in dem sich Gegensätze nicht nur aushalten, sondern auch respektieren, gerade weil die Lyrik kein Allgemeinplatz, sondern immer ein intimes Spiel ist (selbst wenn sie aus Formeln oder per Zufall aus Cut-ups, in Übersetzungsprogrammen oder per Listenerkundung entsteht). Wenn Professionalität heißt, daß man miteinander am Tisch sitzt und ernsthaft miteinander redet, bin ich mit Tristan Marquardt d’accord. Die Bereitschaft und Fähigkeit dazu gibt es, das weiß ich aus vielen handfesten Erfahrungen.“

Schreibt Frank Milautzcki, und ich würde mir sehr wünschen, wir könnten uns genau darauf einigen und daran gehen, so ein Klima zu schaffen. Miteinander.

 

Fixpoetry 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung von Fixpoetry.com und der Urheber
Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen den Artikel jedoch gerne verlinken. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Letzte Feuilleton-Beiträge