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Gertrud Kolmar Preis 2019 Die nominierten Autorinnen

Ulrike Draesner, Pega Mund und Ronya Othmann sind für den mit insgesamt 16.500 Euro dotierten Gertrud Kolmar Preis nominiert.

Der Preis setzt sich zusammen aus einem mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis, einem mit 4.000 Euro dotierten 2. Preis sowie einem mit 2.500 Euro dotierten Förderpreis. Im Zuge der Preisverleihung am 27. September werden die drei Lyrikerinnen mit je einem der Preise ausgezeichnet.

»Wir freuen uns sehr über die rege Teilnahme an der Ausschreibung von über eintausend Lyrikerinnen. Beim Sichten der Einsendungen ist uns positiv aufgefallen, wie reich in Form und Thema die weibliche Lyriklandschaft ist und wie vielfältig die poetischen Stimmen sind. Mit Ulrike Draesner, Pega Mund und Ronya Othmann hat die Jury drei außergewöhnliche Lyrikerinnen nominiert, die alle drei einen eigenen poetischen Standpunkt vertreten«, so Julietta Fix, Kuratorin und Initiatorin des Preises sowie Gründerin der Literaturplattform Fixpoetry.

Am 27. September findet im Rahmen eines feierlichen Festakts zu Ehren Gertrud Kolmars die Preisverleihung im Nachtasyl des Thalia Theaters statt. Die drei Nominierten werden aus ihren Gedichten lesen und Josefine Israel, Ensemblemitglied des Deutschen SchauSpielHauses Hamburg, wird Gedichte von Gertrud Kolmar vortragen.

Der Jury gehören an: Esther Dischereit (Chair in Contemporary Poetics an der New York University), Nefeli Kavouras (Mitarbeiterin im mairisch Verlag), Olga Martynova (Schriftstellerin), Beate Tröger (freie Kritikerin) und Insa Wilke (freie Kritikerin). Die Jury wählte in einem anonymisierten Verfahren die drei Nominierten aus.

Der Gertrud Kolmar Preis wurde von Julietta Fix 2018 initiiert und wird dieses Jahr erstmals vergeben. Autorinnen hatten bis zum 31. März die Gelegenheit, unveröffentlichte Gedichte einzureichen. Gewidmet ist er der Schriftstellerin Gertrud Kolmar, die heute als eine der bedeutendsten Dichterinnen deutscher Sprache gilt.

Der Gertrud Kolmar Preis 2019 wird vom Elbkulturfonds – Behörde für Kultur und Medien, Hamburg gefördert.

Weitere Informationen zum Gertrud Kolmar Preis

Hintergrundinformationen

© Alem Cobus Ulrike Draesner *geboren 1962 in München, hat fünf Romane, zuletzt Sieben Sprünge vom Rand der Welt, fünf Gedichtbände, mehrere Erzählungs- und Essaybände veröffentlicht. Sie interessiert sich für Nature und Life Writing, arbeitet mit Künstlern und Komponisten zusammen. In Oxford, Bamberg, Kiel, Biel und Frankfurt hielt sie Poetikvorlesungen. Draesner übersetzt Gedichte aus dem Englischen und Französischen und war an verschiedensten intermedialen und online-Projekten beteiligt. Seit 2018 lehrt Draesner als Professorin am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Ihre Bücher erscheinen bei Luchterhand und mare.

© Dirk Skiba Pega Mund *1962 geboren und aufgewachsen in Süddeutschland. Lebt in Gröbenzell bei München. Studium der Psychologie an der LMU München. Arbeitet im heilpädagogisch-therapeutischen Bereich mit Kindern und Jugendlichen aus Migrantenfamilien. Seit Herbst 2014 Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien, auf online-Portalen. Teilnahme an literarischen Projekten und Events in Deutschland und Österreich. Finalistin beim Münchner Lyrikpreis 2016.

© Dirk Skiba Ronya Othmann *1993 in München geboren. Studiert seit dem Jahr 2014 am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie schreibt Lyrik, Prosa und Essays und arbeitet als Journalistin. Veröffentlichungen von Lyrik und Kurzprosa in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien. 2015 organisierte sie die Kurdischen Filmtage in Leipzig und 2018 war sie in der Jury des „International Film Festival Duhok“ in der Kurdischen Autonomieregion Irak. 2019 erhielt sie im Rahmen des Bachmannpreises den BKS-Bank-Publikumspreis.

  © Coda Johannes Josefine Israel *geboren 1991 in Frankfurt/Oder. Nach dem Abitur begann sie ein Schauspielspielstudium an der Universität der Künste in Berlin, das sie 2016 beendete. Während des Studiums spielte sie mehrfach am bat Studiotheater in Berlin und am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg in der Inszenierung »Wassa Schelesnowa«. 2015 erhielt sie beim Treffen deutschsprachiger Schauspielstudierender einen Solopreis. Seit der Spielzeit 2015/16 gehört sie zum Ensemble des Deutschen SchauSpielHauses.

 

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