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Dichterehe

Redaktion: 

»Ich habe sie geheiratet, weil sie mich gefragt hat« Eine Dichterehe: Sylvia Plath und Ted Hughes – Manuela Reichart stellt Lebenund Werk des Paares vor.
Als Sylvia Plath auf einer Studentenparty in Cambridge auf Ted Hughes traf, biss sie ihm die Wange blutig, und er riss ihr einen Ohrring ab. 1956 ereignete sich diese Begegnung, die es in die Gossip-Spalten der Literaturgeschichte geschafft hat. Was folgte, waren berauschende Momente, war gegenseitiges Fordern und Fördern, waren Schmerz und Verletzungen. Was blieb, waren kraftvolle, wunderschöne Gedichte. Und erbitterte Grabenkämpfe innerhalb der Literaturwissenschaften innerhalb der Pro-Plath- oder Pro-Hughes-Fraktion. Erst Diane Middlebrooks hellsichtige Biografie »Du wolltest deine Sterne«, die soeben erstmals in deutscher Übersetzung von Barbara von Bechtolsheim in der feinen edition fünf erschienen ist, analysiert die komplexe Beziehung der genialen Dichter, ohne sich auf eine Seite zu schlagen. Klug und voller Umsicht zeigt die 2007 verstorbene Biografin die Faszination und die Nöte eines Paares, das gleichzeitig Kunst, Alltag und Familienleben zu bewältigen hat.
Anne Weber und Stephan Benson lesen Gedichte von Plath und Hughes, u. a. aus der Neuübersetzung des »Koloss« von Judith Zander. Am 19. November um 19:30 im Literaturhaus Hamburg.

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