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Werkbiografie Walter Mehring

Redaktion: 

„Der Rede von den vergessenen und von der Geschichte überwältigten Autoren der Weimarer Republik sind wohl die meisten Leser überdrüssig. Soll heißen, ein Betrieb und seine Leute – das heißt eben auch Leserinnen und Leser – müssen auch mal etwas vergessen dürfen, wenn sie nicht einmal mit dem fertig werden können, was jede Saison neu auf den Markt drängt. Bei etwa 80.000 Büchern jedes Jahr und angesichts der Dauerpräsenz digitaler Medien ist jede Aufnahmekapazität weit überfordert. … Walter Mehring gehört zu den Vergessenen der deutschsprachigen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts. Im Literaturbetrieb der Weimarer Republik war der 1896 geborene Mehring ein echter Star, einer der Großmeister des literarischen Kabaretts, dessen Songs von den Größen des Brettls vorgetragen wurden. Er war einer der prominentesten literarischen Kritiker des aufkommenden Nationalsozialismus. …
Georg-Michael Schulz hat nun eine knappe und instruktive Werkbiografie Walter Mehrings geschrieben, die so etwas wie eine literaturwissenschaftliche Wiedergutmachung sein könnte. Denn die Forschung zu Mehring ist im neuen Jahrtausend nahezu eingestellt worden – was eben auch das Literaturverzeichnis Schulz’ zeigt. Knapp ein Viertel der Angaben stammt aus den Jahren seit 2000. Darunter keine ernsthafte Monografie zu Mehring, eher viel Verstreutes zu einzelnen Aspekten der Werkbiografie.“  Walter Delabar aktuell auf literaturkritik.de über: Georg-Michael Schulz „Walter Mehring“, erschienen im Wehrhahn Verlag, Hannover 2013.

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