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Im Schatten Darwins

Redaktion: 

Im Sport wie in der Wissenschaft gilt der Zweite bereits als erster Verlierer. Besonders krass bekam dieses Verdikt der britische Naturforscher Alfred Russell Wallace (1823-1913) zu spüren. „Obwohl Wallace unabhängig von Charles Darwin das Prinzip der natürlichen Selektion entdeckt hat, ist er bis heute nicht aus dem Schatten Darwins herausgetreten“, sagt Prof. Dr. Uwe Hoßfeld von der Universität Jena. Während es eine regelrechte „Darwin-Industrie“ gebe, finde Wallace nur selten Erwähnung, konstatiert der Biologiedidaktiker. Das gelte trotz der Tatsache, dass 2013 anlässlich des 100. Todestages des Gelehrten der in Kassel und Jena beheimatete Arbeitskreis Evolutionsbiologie im VBio ein „Wallace-Jahr“ ausgerufen hat. Besonders bitter, so Hoßfeld, sei die Tatsache, dass Wallace als Autodidakt zu bewundernswerten Erkenntnissen kam: „Vielen Wissenschaftlern gilt Wallace im Vergleich zu Darwin als der originellere Denker.“ Hoßfeld und sein Kollege Prof. Dr. Ulrich Kutschera aus Kassel haben aus diesem Anlass  vor kurzem ein Wallace-Sonderheft der in Jena beheimateten Zeitschrift „Theory in Biosciences“ herausgegeben und heute erinnert ein Artikel über Wallace in der Nature.

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