Fixpoetry

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Redaktion: 

„Wie verteidigt man die angebliche Neutralität einer "Protokollsprache", die vermeintlich nur Tatsachen registriert? Was wäre die Identität einer Tatsache ohne Attribute? Wo aber kommen diese her - sind sie Teil eines Objekts, oder sind sie von uns zugefügt, also eben sozial konstruiert? Auch der große "Weltteig", aus dem wir unsere Vorstellungen konstruieren, müsse ja Eigenschaften haben, die sich für solche Gestaltungen eignen.
Die Begriffe selbst seien ja ein Offenbarungseid, glaubt Boghossian: "Gehört es nicht unweigerlich zum Zweck eines Begriffs [einer Sache], etwas zu bezeichnen, das unabhängig von uns ist?" Das freilich hatten auch seine Gegner nie geleugnet - nur eben, ob die Begriffe selber menschenunabhängig seien. Immerhin birgt Boghossian eine altehrwürdige, zu Unrecht begrabene Debatte über Begriffsbildung als Grundlage des Wissensfortschritts.“
Eike Gebhardt bespricht im Deutschlandradio Paul Boghossian: "Angst vor der Wahrheit", Suhrkamp, Berlin, 2013.

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