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Papiercollagen und Malerei

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Der französische Künstler Bernard Réquichot (1929-1961) ist in Deutschland nahezu unbekannt. In seiner kurzen künstlerischen Karriere entwickelte er Skulpturen, Gemälde und Papiercollagen, für die er Ausschnitte aus Illustrierten und Magazinen benutzte. Réquichot war Autodidakt. Seine künstlerische Laufbahn endete durch seinen Selbstmord: am Vortag seiner Ausstellungseröffnung stürzte er sich aus dem Fenster seines Ateliers.
Anfangs figurativ malend, begann Réquichot um 1953/54 abstrakt zu arbeiten. In seinen amorphen Bildwelten nahm er das Erbe der Surrealisten auf. Dabei experimentierte er mit verschiedenen Methoden des Farbauftrags, verarbeitete menschliche, tierische, pflanzliche und objekthafte Motive, mixte Papierschnitte und Objets Trouvés mit eigener Malerei. Bald schon schuf er mit den kastenförmigen „Reliquaires“ auch dreidimensionale Werke.
1955 richtete eine Pariser Galerie Réquichot die erste Einzelausstellung ein, weitere Präsentationen, darunter eine Gruppenausstellung in der Galerie Iris Clert, folgten. Posthum wurden 1964 seine Zeichnungen auf der documenta III in Kassel gezeigt. In der Langen Foundation sind Papiercollagen sowie Malerei von Bernard Réquichot zu sehen.

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