Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Fix Zone

Imitate und Zitate

Redaktion: 

„Das Versiegen des Inneren Monologs als der schwindenden Kraftquelle der Lite­ratur schlecht­hin wird wir­kungs­voll unter­stützt von einer mehr und mehr um sich grei­fenden flapsigen Insuffizienz und schillernden Unsach­lich­keit der Kritik, welche sicher auch (aber nicht nur) eine Folge des durch die Streichung der Mittel er­zielten Diskurs­verlusts gesehen werden muss. Viele Kritiker agieren dabei mit ganz ähn­lichen Karriere­stra­tegien wie Kuratoren. Sie wollen sich inmitten der Künstler als Stars präsentieren, dieser vorläufig letzten Form des Priestertums. Sie ver­göttern und ver­götzen das binäre Nichts im Zentrum der Kunst und schreiten durch deren Peri­pherien mit der Selbst­herrlich­keit von Sultanen: anmaßend, nass­forsch, eitel.
Die Künstler selbst sind ihre Hofschranzen.
 Ich meine damit, mit den Kritikern, ausdrücklich nicht die oft wunderbaren Menschen, die über byzantinische Mosaiken oder engli­sche Hofmusik schreiben beziehungsweise über Bücher zu diesem Thema, denn da muss man schließ­lich Belege bringen, wes Geistes Kind man ist. Ich meine die hippen!“ Gerhard Falkner in seinem lesenswerten Essay „Über Trendscouts, Beutegier, Vampirismus und Legebatterien“, erschienen zunächst im Band „Zukunft der Literatur“ der Zeitschrift text + kritik und seit heute online nachzulesen im poetenladen.

Mehr aus der Fix Zone



Dezember 2013



November 2013