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Chaos im Ruperto Carola

Redaktion: 

Eines der innersten Bedürfnisse des Menschen ist es, die Welt zu strukturieren und einen Pfad in den Dschungel von Informationen, Wissen und Unkenntnis zu schlagen. Für Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen stellt die Identifikation von Mustern und Strukturen in einer unübersichtlichen Welt eine der grundlegenden Aufgaben ihrer Arbeit dar. Mit den beiden mächtigen Antagonisten „Ordnung & Chaos“ beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe des Forschungsmagazins „Ruperto Carola“, das zu diesem Schwerpunktthema Beiträge von 23 Wissenschaftlern der Universität Heidelberg aus verschiedenen Disziplinen versammelt.
Welche Bedeutung haben die beiden Begriffe Ordnung und Chaos für die Wissenschaften? Umschreiben sie relevante Zustände von Welt und Umwelt oder handelt es sich lediglich um gedankliche Hilfskonstruktionen? Diese Fragen diskutieren der Mathematiker Hans Georg Bock und der Altorientalist Stefan Maul in dem einleitenden Experteninterview.
In den folgenden 15 Beiträgen befassen sich Heidelberger Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Perspektiven mit dem Themenkomplex „Ordnung & Chaos“. Dabei geht es zum Beispiel um die Ästhetik molekularer Strukturen, um kulturelle und sprachliche Muster, um die Rolle von Chaos und Ordnung in neuronalen Netzwerken oder auch um Herzrhythmusstörungen. Autoren des Magazins sind neben Mathematikern und Medizinern unter anderem Forscher aus der Chemie, den Transkulturellen Studien, der Psychologie und den Politikwissenschaften.
Das Forschungsmagazin „Ruperto Carola“ erscheint zweimal jährlich in deutscher Sprache und die Ausgaben sind hier kostenfrei  nachzulesen, u.a. die Ausgabe 1/2012 mit interessanten Aufsätzen wie „Sprechende Bilder –Vom lang nachhallenden Klang illustrierter Worte“ oder „Magie der Inschrift – Die sinnliche Art der Informationsübermittlung“ vom Heidelberger Sonderforschungsbereich „Materiale Textkulturen“.

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