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Dichter diktieren

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Sein bekanntestes Werk ist ''„Die wunderbaren Jahre“,'' das 1976 in der Bundesrepublik Deutschland erschien. In ihm schildert Reiner Kunze in knappen, realistischen Miniaturen die authentische soziale und psychische Lebenssituation von Jugendlichen in der DDR, die unter bürokratischer Gängelung und ideologischer Repression zu leiden haben. In der Bundesrepublik ist das Buch als eine Art Manifest gegen die totalitäre Unterdrückung im zweiten deutschen Staat wahrgenommen worden. Kunze wurde aufgrund der Veröffentlichung aus dem Schriftstellerverband der DDR gewiesen. Die unerbittliche Kritik an den Lebensverhältnissen in der DDR führte zu immer stärkeren Repressalien, die schließlich 1977 seine Ausreise bedingten.
Ohne Reiner Kunze, Wolf Biermann, Jürgen Fuchs und ohne all diejenigen, die auf die Wahrheit im sozialistischen Alltag setzten, wäre die DDR wohl nicht zu Fall gebracht worden, hätten sich die Mauern 1989/90 nicht geöffnet.

Aus Anlass seines 80. Geburtstages erschien im Ralf Liebe Verlag das Buch „Dichter dulden keine Diktatoren neben sich“, in dem vierzig Freunde und Weggefährten für ihn geschrieben haben. Die Konrad-Adenauer-Stiftung nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, den Autor und sein Wirken mit einer Festveranstaltung am 28. November 2013, 19.00 Uhr zu würdigen, in deren Rahmen ihm auch das Buch feierlich überreicht werden wird.

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Dezember 2013



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