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Karl Dedecius‘ Werk

Redaktion: 

Mit einem öffentlichen Festakt begeht die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) am Donnerstag, dem 28. November, 11.00 Uhr, die Gründung der Stiftung „Karl Dedecius- Literaturarchiv“ . Ohne den Namensgeber wäre dem deutschsprachigen Leser ein großer Teil polnischer und russischer Literatur verborgen geblieben: Karl Dedecius, geboren 1921 in Łódź, sowjetischer Kriegsgefangener, gelernter Versicherungsangestellter und mehrfacher Ehrendoktor zahlreicher Universitäten. Über 60 Jahre lang hat er Klassiker der polnischen und russischen Literatur ins Deutsche übersetzt und zahlreiche Bände zur slawischen Literatur und zur Theorie des Übersetzens veröffentlicht.
Nun gründet der 92-Jährige die Stiftung „Karl Dedecius-Literaturarchiv“ an der Europa-Universität Viadrina und überlässt ihr somit auch den zweiten Teil seines Vorlasses. Die Viadrina erhält damit die Nutzungsrechte an Teilen des literarischen Werkes von Karl Dedecius, einschließlich der darin enthaltenen Verlagsrechte an rund 200 Publikationen. Die Stiftung „Karl Dedecius-Literaturarchiv“ wird in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung und dem Deutschen Polen-Institut in Darmstadt den Karl Dedecius-Preis für deutsch-polnische Übersetzer verleihen. Bereits 2001 hatte die Europa-Universität Viadrina den ersten Teil des Vorlasses von Karl-Dedecius erhalten und das am Collegium Polonicum in Słubice angesiedelte Karl Dedecius-Literaturarchiv gegründet, das seitdem das bisher überlassene Werk des Übersetzers pflegt.

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