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Das offene Buch mit Tranströmer

Redaktion: 

Der Jubel in Schweden war unvorstellbar, als Tomas Tranströmer, der ewige Kandidat, vor zwei Jahren den Literatur-Nobelpreis erhielt. Ein stiller Schriftsteller im Lande, mit einem schmalen, aber gewichtigen Werk: nur dreizehn dünne Lyrik-Bände und eine Handvoll Prosa in 57 Jahren! Bücher wie "Das große Rätsel", dabei ist Tomas Tranströmer ein Dichter des Hier und Heute, ein schwedischer Modernist ohne Manierismen, dafür mit klaren Bildern und einer eher kargen Sprache. Ein Einzelgänger und großer Dichter. Seit Tomas Tranströmer 1990 einen Schlaganfall erlitt, lebt er sehr zurückgezogen. Andere lesen für ihn bei der Münchner Lyrik-Nacht ihm zu Ehren. In "radioTexte - das offene Buch" ist er noch einmal zu hören, zusammen mit Lars Gustafsson, Herta Müller, Adam Zagajewski, Jan Wagner und Alfred Brendel, dem Pianisten als Poeten. Ein Gipfel-Treffen der Poesie als Vorschau auf die "Münchner Lyrik-Nächte" zu Ehren des Lyrikers und Verlegers Michael Krüger, der Ende des Jahres den Hanser-Verlag an Jo Lendle übergibt. Eine Autoren-Lesung in der Reihe radioTexte auf BR2 am 01.12.2013 um 11 Uhr, unterstützt vom Schauspieler Peter Fricke und von Tomas Tranströmer als Pianist. Moderation: Cornelia Zetzsche.

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