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Zertrümmern der Welten

Redaktion: 

Giftgas-Angriff im Ersten Weltkrieg

„Wie viel jetzt vom Ersten Weltkrieg geschrieben wird. Christopher Clarks Buch „Die Schlafwandler“, eine Studie darüber, „wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog“: 895 Seiten. Ernst Pipers detailfreudige „Kulturgeschichte des Ersten Weltkriegs“ mit dem sprechenden Titel „Nacht über Europa“: 587 Seiten. Adam Hochschilds Buch über den „Großen Krieg“ und den „Untergang des alten Europa“: 525 Seiten. Lauter Großwerke, allseits gern gelesen offenbar. … Woher dieses enorme Interesse am Ersten Weltkrieg? Sein Beginn jährt sich 2014 zum hundertsten Mal; das ist der äußere, verkaufstechnisch gewiss nicht zu unterschätzende Anlass. Aber es gibt tiefer liegende Gründe. Für den US-Amerikaner Hochschild ist es der „starke Kontrast zwischen dem, wofür die Menschen zu kämpfen glaubten und der zertrümmmerten, verbitterten Welt, die sie schufen“.“ Dirk Pilz in der Frankfurter Rundschau.

Der Erste Weltkrieg wird also im Jahr 2014 ein Thema sein – um sich ein Bild zu machen und Impressionen zu gewinnen zu machen, bietet es sich an Originaldokumente aus der Zeit zu sichten.

Im Rahmen des Projekt EFG 1914 wurden von 20 europäischen Filmarchiven und Kinematheken rund 650 Stunden Filmmaterial digitalisiert und über das Internet verfügbar gemacht. Der thematische Schwerpunkt des Projekts liegt auf den 1910er Jahren und besonders auf der Zeit des Ersten Weltkriegs, 1914-1918. Beteiligt waren unter anderem Archive aus Frankreich, Deutschland, Österreich, Ungarn, Serbien, Italien, Spanien und den Niederlanden. Mit der Filmabteilung des Imperial War Museum in London ist die größte institutionelle Filmsammlung zum Ersten Weltkrieg Teil des Projekts.

Bereits während der 1910er Jahre wurde eine beachtliche Menge an Filmmaterial produziert, das sich mit den geschichtlichen Ereignissen rund um den Ersten Weltkrieg beschäftigte. Heute ist der Großteil dieses historischen Materials – Schätzungen zufolge etwa vier Fünftel des gesamten Bestands – verschollen. Das verbliebene Material lagert meist auf Filmrollen in unterschiedlichsten Archiven. Dies erschwert den Zugang zu den Inhalten, da die Nutzung der Filmrollen aufwändig und teuer ist. EFG1914 schafft hier Abhilfe, indem Teile des Materials digitalisiert und bis Anfang 2014 über european filmgateway und die europäische, digitale Bibliothek Europeana, zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig versteht sich EFG1914 als Vernetzungsprojekt, das die unterschiedlichen Erfahrungen der Archive und Institutionen mit der Digitalisierung von Filmmaterial zusammenbringen und zu Kooperationen zwischen den einzelnen Partnern beitragen kann.

Auf filmportal.de sind deutsche Archivbestände greifbar.

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