Fixpoetry

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Falkner Nummer

Redaktion: 

„Die jüngst erschienene Nummer 198 be­schäftigt sich jetzt mit dem Berliner Dichter Gerhard Falkner (geboren 1951), dem Nimmer­müden, der meint: »nichts darf vor dem Gedicht sicher sein.« So steht er auf der Schwelle zur akade­mischen Relevanz, im Betrieb selbst ist ihm der Respekt sicher. Falkner ist in der deutschen Lite­ratur der Reizbare, der Aneckende, der Bewun­derte, der Sanfte mitunter. Lite­ratur­kritiker wie Gregor Dotzauer, Peter Geist und Michael Braun, Schrift­steller wie Steffen Popp, Ann Cotten, Jan Wagner und Monika Rinck zollen in diesem Band Tribut an einen, der sie seit Jahr­zehnten be­gleitet und/oder ihnen den Weg bereitete. Tribut mit Distanz, wohlgemerkt.

Es ist wohl noch einiges zu erwarten und erhoffen, von Gerhard Falkner, aber schon jetzt wird sein Werk von allen Seiten beleuchtet, Se­kundär­lite­ratur gruppiert sich um Falkners Sprache, die »wie ein Baum wächst« (Ann Cotten). Irgendwer wird immer noch mehr doppelte und dreifache Böden unter der schon analy­sierten Doppel­bödig­keit finden – »TEXT + KRITIK« ist der erste ge­sammelte Anfang dieser Analyse und ein weite­rer Anstoß, sich heran­zuwagen, an Falkners Gedichte. Und vielleicht kommt bei der Lektüre heraus, dass er keiner ist, der dahin siecht, keiner, der an der Welt zugrunde geht, sondern die zugrunde gehende Welt lakonisch beäugt, ein­fängt, manchmal sogar »Stopp« ruft, unver­blümt, unverblüht, einer, der die Sprache liebt, der liebt, und: »love is here to stay, and that's enough…« So viel ist also sicher: Falkner wird uns erhalten bleiben.“

Joshua Groß im poetenladen über die Ausgabe 198 der Zeitschrift TEXT + KRITIK.

 

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