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Fichte in der Palette

Redaktion: 

Palette revisted

In der Reihe subkultur präsentiert am Donnerstag, den 16.01. die Kunsthochschule für Medien in Köln den Film "Palette revisited. Eine Kneipe und ein Roman" (2005) von Theo Janßen.
Die fünfziger und frühen sechziger Jahre – Musik und Lebensstil der Beatniks gelangten über den Atlantik, Gammler waren der Schrecken des Nachkriegs-Bürgertums. In der Hafenstadt ohne Sperrstunde gedieh diese Subkultur authentischer als sonst irgendwo in der BRD – genau genommen vor allem in der Palette, jener Kellerkneipe in der halbzerstörten, aber noch lebendigen Hamburger Neustadt, die der heimkehrende Dramen schreibende provenzalische Schafhirte Hubert Fichte 1961 entdeckt hatte.
Diesem engsten und heißesten Treffpunkt für bohème-neugierige Oberschüler, Ausreißer, Halbkriminelle und Halbkünstler, für Hafenarbeiter und Seeleute hat Fichte mit seinem gleichnamigen Roman 1968 ein 365 Seiten starkes Denkmal gesetzt. Es ist bis heute Fichtes erfolgreichstes Buch, auch dank der Aufsehen erregenden Lesung aus dem Manuskript im Star-Club.

Sein Roman "Die Palette" müsste noch heute Pflichtlektüre für jeden sein, der über Sub-, Pop-, Gegenkultur (oder wie man es nennen mag) spricht und schreibt.
Warum das nicht so ist, darüber spricht im Anschluss an den Film Jan-Frederik Bandel, einer der Autoren des parallel zum Film entstandenen, gleichnamigen Buches.

Jan-Frederik Bandel lebt als freier Autor, Lektor und Literaturwissenschaftler am Waldrand südlich von Hamburg. Zuletzt erschien von ihm (mit Barbara Kalender und Jörg Schröder) das Buch "Immer radikal, niemals konsequent. Der März Verlag – erweitertes Verlegertum, postmoderne Literatur und Business Art" (Philo Fine Arts 2011).

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