Fixpoetry

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Seditativum Literatur

Redaktion: 

„Was Stahl jedenfalls in Diskurs-Pogo ziemlich gut analysiert, ist das Fehlen korrekter Beschreibungen der Arbeitswelt in der heutigen Belletristik. Meistens arbeiten die Helden der Romane gar nicht und leben trotzdem auf großem Fuß, wie Stahl anhand unzähliger Beispiele zeigt, von denen Christian Krachts Protagonist aus Faserland oder all die Gestalten aus Judith Hermanns Geschichten wohl die bekanntesten sind. Mit der gesellschaftlichen Realität einer voll entfesselten Arbeitsgesellschaft habe das wenig zu tun. Und vollends gar nicht begriffen würden die Verwerfungen, zu der die Umgestaltung der Arbeitswelt unter den Stichworten der Deregulierung und Globalisierung führten. Die deutsche Literatur, so sieht es Stahl, werde folglich als Sedativ nachgefragt, produziert und konsumiert: "als eine Möglichkeit, die Augen vor der bedrohlichen Wirklichkeit zu verschließen, vor den Rissen im gesellschaftlichen Gefüge". Maximilian Probst bespricht Enno Stahls Essayband Diskurs-Pogo in der ZEIT.

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