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art affects

Redaktion: 

Melinda Nadj Abonji & Jurczok 1001 Foto: Peter Tillessen

Art Affects - Politiken der Gefühle ist ein Kulturkarussell, das Gefühlslagen in Kunst und Wissenschaft zusammenführt. Art Affects fragt mit Literatur, Theater, Musik, Film, Performance und Wissenschaft: „Wie prägen die Affekte Scham, Zorn, Angst & Glück nationale Kulturen, Sprachen & Geschlechter?“

Am Freitag, den 31. Januar, ab 19 Uhr die Eröffnung der im Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof in Freiburg:
„Im Affekt gesprochen“ - Spoken Word-Performance: Melinda Nadj Abonji & Jurczok 1001-  eine eigens für art affects entwickelte und uraufgeführte Live-Performance mit poetischen Bildern und rhythmischen Wortspieleskapaden; gesprochen, gesungen und präsentiert von den zwei Zürcher AutorInnen, MusikerInnen und SprechkünstlerInnen Melinda Nadja Abonji („Tauben fliegen auf“, Deutscher Buchpreis 2010) und Jurczok 1001. Für ihre Performances haben sie sich einen ökonomischen Kompositionsstil erarbeitet: Gesang, Textfragmente, E-Geige und Human Beatbox werden auf Looppedale eingeschlauft, was den beiden ermöglicht, ihre Texte zur live eingespielten Musik vorzutragen. So erreichen Nadj Abonji & Jurczok 1001 mit minimaler Besetzung einen orchestralen Sound, das Herzstück ihrer Performance bleibt aber immer die akustische Direktheit.

„Was klingt wie eine ungarische Nachspeise ist in Wahrheit preisgekrönte Literatur der Neuzeit und die Zukunft des Rap. In einem. Und ja, das geht.“ seite3.ch

 

Danach, ab 20 Uhr, die „Chronik der Angst“ - Annette Pehnt & Gunther Geltinger in Lesung und Gespräch, Moderation: Christa Binswanger

„Wenn man dieses Buch einem Genre zuordnen wollte, wäre es vielleicht der psychedelische Naturalismus. Oder man nennt es einfach einen außergewöhnlichen Roman.“ David Hugendick (Die Zeit) über Gunther Geltingers Roman „Moor“

„Annette Pehnt […] begibt sich in ihrem neuen Buch auf die Spuren jener schönen, […] minimalistischen Prosaformen, die vom Romanehrgeiz der derzeitigen Belletristik fast verdrängt wurden.“ Ursula März (Die Zeit) über Annette Pehnts „Lexikon der Angst“

Die letzten Bücher von Annette Pehnt und Gunther Geltinger rücken Gefühle ins Zentrum, verarbeiten diese jedoch auf sehr verschiedene Weise. Überrascht Geltinger mit einem neuen Ton des Pathos, einer barocken, pastosen Sprache, so ist der Pehntsche Ton eher schnörkellos, knapp und zurückgenommen, eingepasst in regulierende und ordnende Systeme wie die des Lexikons und der Chronik. Verbunden sind beide Texte über die Bedeutung des Gefühls am Beispiel der Angst, ihrer Unberechenbarkeit und durchschlagenden Energie und ihrer Eingebundenheit in der Zeit und Gesellschaft, in der wir leben.

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