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Erinnern an Andersch

Redaktion: 

Gisel Andersch malt ihren Mann Alfred Andersch

„Alfred Andersch gehört zu den großen Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur. Seine literarische Laufbahn fällt in die drei Jahrzehnte nach 1945, in denen die deutsche Literatur einen neuen Aufschwung erlebte, der mit der Verleihung des Nobelpreises 1974 an Heinrich Böll auch internationale Anerkennung gefunden hat. Wie die anderen bedeutenden Autoren der Gruppe 47, zu der er fast von Beginn an gehörte, war Andersch politisch engagiert. Er griff wiederholt in laufende Debatten ein, gleich mit seinem ersten literarischen Werk „Die Kirschen der Freiheit“ 1952 in die Auseinandersetzung um die deutsche Wiederbewaffnung, zuletzt mit seinem Gedicht „Artikel 3 (3)“ 1976 in den Streit um die Berufsverbote während der sozialliberalen Ära. Der jungen Bundesrepublik stand der Autor in mehr als einer Hinsicht skeptisch gegenüber; für ihre politische Kultur wurde er jedoch mit seinen deutlichen Einsprüchen und Warnungen, die allerdings zum Teil überzogen waren, fast so wichtig wie der mit ihm befreundete Heinrich Böll oder der ihm suspekte Günter Grass.“
Anläßlich seines 100. Geburtstages am 04. Februar erinnert Dieter Lamping heute auf literaturkritik.de an Alfred Andersch.

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