Fixpoetry

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Peter Gente †

Redaktion: 

Peter Gente bei Merve

 „Die weißen Bändchen mit der Raute auf dem Umschlag gehörten in den 80er und 90er Jahren zur Standardausrüstung jedes nomadischen Denkers. Titel wie Licht der Kriege oder Aufstand der Zeichen sind längst geflügelte Worte. Fast vierzig Jahre führte Peter Gente den Berliner Merve –Verlag...“ Berliner Zeitung

„Gente war Begeisterungsstratege. Wenn etwas den eigenen höchsten Ansprüchen genügte, wenn er sich nicht langweilte, dann durfte man Fan werden und sein. Dies hieß nicht, Foucault-T-Shirts oder Oswald-Wiener-Schals zu tragen, sondern das grundstürzend Neue dieser Gedanken als Erschütterungsinfusion ernst zu nehmen. In der Hingabe zur Philosophie und den Künsten hatte das Schwärmen nur insofern etwas Romantisches, als es maßlos und herzzerreißend sein konnte, in Wirklichkeit war die Leidenschaft aber eine Druckbetankung, um einen Verlag zu machen, der pure Selbstausbeutung war.“ Die WELT

„Bei Merve erschien in Peter Gentes Zeit Gilles Deleuze und Félix Guattaris Rhizom neben Schriften von Cixous, Barthes, Baudrillard oder Negri. Blixa Bargeld veröffentlichte hier Titel wie Stimme frißt Feuer, Wolfgang Müller gab den Essay-Band (zur Bewegung rund um die gleichnamige Veranstaltung) Geniale Dilletanten heraus. Auch Rainald Goetz und Jean-Luc Godard, Martin Kippenberger und Westbam finden sich in dem unter der Leitung von Tom Lamberty beständig weiter anwachsenden Verlagskatalog.
Am vergangenen Samstag ist Peter Gente nun in seiner Wahlheimat Thailand, wo er zwischen zahlreichen Büchern und Platten in einem Hotel lebte, verstorben.“ SPEX

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