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Schaum der Tage

Redaktion: 

Filmszene "Der Schaum der Tage"

„Colin ist wohlhabend und vertut sich seine Zeit mit Erfindungen, geistreichen Gesprächen und Parties. Er hat einen Koch angestellt, der nebenbei als Anwalt arbeitet und auch als Frauenheld erfolgreich ist. Er pflegt eine gute Beziehung zu seinem Freund Chick, einem besessenen Literaten. Doch wirklich glücklich ist Colin nicht. Ihm fehlt die Liebe, die Liebe zu einer Frau. Was seine ihm Nahestehenden nicht vermögen, erfüllt der Zufall. Auf einer Party lernt er Chloé kennen und ist sofort verliebt. Fortan besteht sein Lebensinhalt darin, dieser Frau nahe zu sein. Und so ist nach einigen romantischen Ausflügen die Hochzeit nicht mehr weit. Doch schon kurze Zeit später trübt sich die Stimmung. Denn Chloé erkrankt schwer. Eine Seerose wächst in ihrer Lunge und die Ärzte sind ratlos, was sie dagegen machen sollen.“ MOZ

Boris Vian, der skandalumwitterte französische Jazzer, Chansonnier, Schauspieler und Autor, publiziert 1946 sein heute bekanntestes Werk, den Roman L'Écume des jours, eine surrealistisch verfremdete, elegisch-tragische Liebesgeschichte. Das Buch bleibt zunächst erfolglos, steigt nach Vians frühem Tod aber in den 1960er/70er Jahren zum Kultbuch einer Generation junger Leser auf.

„Mit Der Schaum der Tage – der Verfilmung des gleichnamigen Kultbuches von Boris Vian – meldet sich der in der letzten Zeit etwas in Vergessenheit geratene Michel Gondry eindrucksvoll zurück. Ob Aale aus dem Wasserhahn tropfen, menschliche Mäuse die Wohnung in Schuss halten oder eine Türklingel ein Eigenleben entwickelt: Was der französische Großmeister des Surrealen hier in den ersten Minuten an optischen Ideen verbrät, haben andere in zwanzig Filmen nicht. Dabei erinnert die Umsetzung an seine Musikvideos für Björk oder auch Science of Sleep; statt auf Computereffekte vertraut Gondry auf reale Gegenstände und Stop-Motion-Technik. Das wirkt altmodisch, nicht von dieser Welt und unterstützt gerade dadurch die traumhafte Atmosphäre des Films. Wer seine früheren Arbeiten kennt, weiß also schon, was ihn erwartet, der Rest darf sich auf ein verrücktes visuelles Erlebnis freuen.“ Oliver Armknecht auf filmrezensionen

Seit heute als DVD erhältlich.

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