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Eugenio Montale

„1922 erschienen in der liberalen Turiner Zeitschrift «Primo Tempo» zwei Gedichtserien eines sechsundzwanzigjährigen genuesischen Lyrikers. Er hiess Eugenio Montale, stammte aus einem alteingesessenen Handelsgeschlecht und schien mit seinen spröden Texten über Felsklippen, Strandkiefern, Meeresbrandung und das gleissende mediterrane Licht vollkommen aus der Art zu schlagen. Aber als er einige Monate später den Triestiner Intellektuellen Bobi Bazlen kennenlernte, fühlte er sich plötzlich bestätigt. «Präzise, objektive Zeichnung, klare Umrisse, mythischer Hintergrund», so charakterisierte Bazlen den Ansatz des neuen Freundes und erkannte das Bahnbrechende daran. Ohne Bazlen hätte der einsilbige Genuese mit den buschigen Augenbrauen möglicherweise gar nicht den Mut gefunden, 1925 sein Debüt «Ossi di seppia» (Tintenfischknochen) herauszubringen.“ Maike Albath heute in der NZZ  

Eugenio Montale: Was bleibt (wenn es bleibt). Gedichte 1920 bis 1980. Italienisch – deutsch. Ausgewählt, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Christoph Ferber. Mit einem Nachwort von Georges Güntert. Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung Mainz, Mainz 2013

„Mit dem neuen Band legt der Übersetzer Christoph Ferber einen eindrucksvollen Querschnitt durch Eugenio Montales Gesamtwerk vor, bei dem erstmals die späten Gedichtbände von "Satura" (1971) bis "Andere Verse" (1980) berücksichtigt werden. Einen roten Faden bilden die verschiedenen Frauenfiguren von "der Fliege" über "Clizia" bis zur "Füchsin", die durchaus einen Bezug zur Lebenswirklichkeit des Dichters hatten, sich zugleich aber auch zu Chiffren verdichteten.

Neben einigen der berühmtesten Texten Montales, wie "Die Zitronen", "Die Ohrringe" oder "Für Liuba, die abreist", sind zahlreiche Gedichte zu entdecken, die erzählerischer gestaltet sind, einen tagebuchartigen Charakter haben und sich unmittelbar erschließen.“ hatte Maike Albath schon im Deutschlandradio auf das Buch hingewiesen.

Lesen Sie dazu eine Rezension von Kristoffer Cornils hier auf Fixpoetry.

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