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Sepulkralkultur

Redaktion: 

Jonathan Franzen auf dem Green-Wood Cemetery (Tobias Wenzel/ Knesebeck Verlag)

Solange ich lebe, kriegt mich der Tod nicht - Friedhofsgänge mit Schriftstellern

Eine Ausstellung des Museums für Sepulkralkultur vom 8. März bis 4. Mai.

Weshalb betritt Jonathan Franzen Friedhöfe mit Fernglas? Warum umarmt Jussi Adler-Olsen den Grabstein seiner Eltern? Und wie kommt es, dass Margaret Atwood nach ihrem Tod tiefgefroren werden möchte?
Alles begann mit einem Zufall. Tobias Wenzel war in einem Café in der Berliner Chausseestraße mit dem isländischen Schriftsteller Sjón zum Gespräch verabredet. Aber der Lärm der Espressomaschine machte ein angenehmes Radiointerview unmöglich.
Journalist und Autor wichen auf den nächstgelegenen ruhigen Ort aus: den Dorotheenstädtischen Friedhof. Es wurde ein besonders schönes Gespräch. Das hatte, waren sich beide sicher, auch etwas mit dem Ort zu tun. Warum also nicht ganz bewusst Schriftsteller auf Friedhöfen interviewen, nicht auf irgendwelchen, sondern solchen, die für sie von besonderer Bedeutung sind?
Tobias Wenzel ist um die Welt gereist und hat 72 Schriftsteller auf Friedhöfen ihrer Wahl porträtiert. Das Museum für Sepulkralkultur in Kassel präsentiert 28 dieser Friedhofsgänge in einer audiovisuellen Ausstellung: großformatige Fotografien und eindringliche Gespräche über Leben und Tod, über Liebe und Verlust.
Was hat Thomas Hürlimann seinem sterbenden Bruder versprochen? Warum fühlt sich Cornelia Funke auf dem Friedhof wie im Urlaub? Und wieso möchte Benoîte Groult einmal von Fischen gefressen werden?

Die Antworten finden sich in der Ausstellung, im begleitenden Buch oder zum Teil in einem umfangreichen Beitrag im Deutschlandradio Kultur.

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