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Wienzeilenfußball

Redaktion: 

Wienzeile Ausgabe: Seifenblasen

Die Zeitschrift Wienzeile sucht interessante Texte für die nächste Ausgabe, in der sie einen literarischen und kritischen Blick auf das ganze Fußballtheater werfen wird, das im Sommer bei der WM in Brasilien dann seinen Höhepunkt findet. Zu dieser Zeit soll das nächste Heft erscheinen. Der geplante Redaktionsschluss ist der 14. April.

Hier der Ausschreibungstext:
Die Welt eine Wuchtl!
Im kommenden Jahr findet die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien statt! Ein paar Wochen lang wird der ganze Globus durchdrehen und im Fußballfieber liegen. Wirklich der ganze Globus oder gibt es noch wo fußballfreie Zonen? Was ist aus diesem Fußball geworden, aus der Alltagskultur der Arbeiter_innen, der einfachen Leute, eine Spielwiese der Großkonzerne und Geldmagnaten? Unglaublich, im fußballverrückten Brasilien gehen die Menschen auf die Straße und demonstrieren gegen die perverse Gigantomanie solcher sportlichen Großveranstaltungen, zu Lasten von Bildung und sozialem Fortschritt. Statt dessen füllen sich die Taschen von ein paar Superreichen. In den Stadien werden viele Brasilianer diese Spiele nicht sehen können, die teuren Tickets sind für andere bestimmt, die werden mit dem Flieger herangekarrt, dürfen ein paar Wochen WM-Bier trinken, streng lizensiert, in den Fußballfanzonenzoo gesperrt, da wacht die Fifa streng darüber. Ein guter Grund auch einmal einen literarischen und kritischen Blick auf das Phänomen Fußball zu werfen. Eine Fußballwienzeile, ausgerechnet in einem Jahr, in dem Fußball in allen Medien wahrscheinlich bis zum Erbrechen breitgetreten wird? Gerade deswegen, haben wir uns gedacht! Gegen den Strom. Auf der Suche nach den Orten, wo Fußball noch atmen kann und nicht kapitalgebügelt ist. Brot und Spiele. Die politischen und gesellschaftlichen Aspekte, Rassismus, Nationalismus, die Kugel rollt im neoliberalen Spielkasino. Aber auch Historisches, Anektoten, Kindheitserinnerungen, als Fußballplätze noch keine videoüberwachten Hochsicherheitstrakte hatten, Knacker, Mannerschnitten, Chips, die kulinarischen Höhepunkte darstellten, die Fahnen selbstgebastelt und die Dressen nur von Spielern zu erhalten waren. Auf der Wiese, im Park, im Schulhof, mit Tennisbällen, Kastanien, allem was rund und halbwegs dahinrollt, auf den Schulbänken mit Münzen, gegen das Fenster der unfreundlichen Hausmeisterin, trotz Verbot und gerade deswegen. Wir laden die Autoren und Autorinnen herzlich ein, ihre Texte zu diesem Fußballtheater zu veröffentlichen.
Geplantes Erscheinungsdatum wird der Juni 2014 sein.

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