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Krieg und Civilisation

Redaktion: 

Foto: Georges Duhamel

„Gewalt verletzt nicht nur Körper, sondern auch Seelen. Selten ist das so deutlich zu sehen wie auf Fotografien aus Lazaretten. Ganz gleich, welche Soldaten welcher Armee auf Versorgung oder Genesung warten: Gemeinsam ist den meisten solcher Fotos, dass man in den Gesichtern das durchlittene Grauen sehen kann.

Schrapnelle zerfetzen Gliedmaßen, Giftgas verätzt Atemweg, Maschinengewehrgarben reißen Gedärme auf: Ganz gleich, welche Waffe im modernen Krieg Menschen beschädigt – die Betroffenen dürfen, aber müssen auch damit weiterleben. Wenn sie dies realisieren, nehmen ihre Augen mitunter einen ganz besonderen Ausdruck an. Das zeigen auch die erst kürzlich entdeckten Privatfotografien des studierten Arztes und Schriftstellers Georges Duhamel, die jetzt in einer Doppelausstellung im Mainzer Landtag und im Institut Français der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt zu sehen sind.“ Sven Felix Kellerhoff in der WELT.

Ab dem 14. März bis zum 4. April lädt das Institut Français Mainz zur Ausstellung Die Kehrseite des Krieges“ von Georges Duhamel ein. Es werden dort circa 100 Photographien und Briefe von Georges Duhamel ausgestellt - begleitend zur ebenfalls in Mainz Rast machenden gleichnamigen Wanderausstellung, die im Mainzer Landtag vom 14. März bis 4. April 2014 zu sehen ist. Eine Doppelausstellung also.

Georges Duhamel (1884-1966), französischer Schriftsteller, liebte die deutsche Kultur und pflegte regen Gedankenaustausch mit deutschen Intellektuellen. Das sinnlose Gemetzel des ersten Weltkrieges beschrieb er in seinem Werk „Civilisation“ für das er 1918 den Prix Goncourt, den höchsten französischen Literaturpreis, erhielt.

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