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Augenöffner Richter

Redaktion: 

DADASCOPE 1 USA 1961, Regie: Hans Richter Quelle: Deutsche Kinemathek

Hans Richters (1888-1976) Lebenswerk umspannt fast 70 Jahre. In Berlin geboren, ist er einer der bedeutendsten Protagonisten der Moderne. Berlin, Paris, München, Zürich, Moskau und New York sind Stationen seines Lebens. Er ist Maler und Zeichner, Dadaist und Konstruktivist, Filmemacher und Theoretiker und auch ein großer Lehrer. Seine großen Rollbild-Collagen sind heute Ikonen der Kunstgeschichte. Wie bei kaum einem anderen Künstler des 20. Jahrhunderts findet sich in seinem Werk eine große Durchlässigkeit zwischen künstlerischen Disziplinen. Die Verbindung von Film und Kunst ist sein großes Thema. Viele der berühmtesten Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren seine Freunde.

„Hans Richter: Begegnungen von Dada bis heute“, so lautet der Titel eines seiner Bücher, erschienen in den 1970er Jahren. Vorausgegangen ist damals im Westen von Nachkriegsdeutschland eine Wiederentdeckung dieses bedeutenden, von den Nazis verfemten Künstlers, dessen Werk 1937 in der berüchtigten Ausstellung „Entartete Kunst“ zu sehen war. Erstmals seit den 1980er Jahren nun ist diesem großen Berliner Künstler wieder eine Ausstellung in seiner Heimatstadt gewidmet, mit über 140 Werken, darunter seine wichtigen Filme und etwa 50 Arbeiten jener Künstler, die sich von Hans Richter beeinflussen ließen. Im Martin Gropius Bau ab dem 27. März.

Multimedial arbeitete Hans Richter schon zu einer Zeit, als dieses Wort noch nicht erfunden war. Den Film sah er als Teil der Modernen Kunst: „Der absolute Film öffnet Euch die Augen, was die Kamera ist, kann und will.“

Vormittagsspuk (1928)
Dreams that money can buy (1947)
Dadascope (1961)

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