Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Fix Zone

Der andre Morgenstern

Redaktion: 

Christian Morgenstern im Sanatorium 1912

"Es war einmal ein Lattenzaun..." Zum 100. Todestag von Christian Morgenstern präsentiert Jürgen Tomm ein LebensBild aus Texten und Dokumenten.
25-03-2014 (20:30) im Buchhändlerkeller Berlin.

Es war ein lebenslanger Schmerz für Christian Morgenstern (1871 - 1914), dass seine ernste Dichtung immer im Schatten seiner humoristischen Verse stand. Mehr noch, große Teile seines Werks waren unveröffentlicht, als der seit früher Jugend lungenkranke Morgenstern 1914 in der Nähe von Meran starb. Erst seine Witwe, die ihn um mehr als fünf Jahrzehnte überlebte, machte das ganze Werk zugänglich. Zumindest die Aphorismen fanden breite Wertschätzung. Bis heute aber werden mit dem Namen Morgenstern die "Galgenlieder" oder "Palmström" verbunden, in denen sich der einzigartige Sprachwitz und die Weisheit Morgensterns vereinen.

Morgenstern beschäftigte sich früh mit Philosophie, besonders mit Nietzsche und Schopenhauer, aber erst in der Freundschaft Rudolf Steiners und der Gedankenwelt seiner Theosophie fanden Morgenstern und seine Frau bleibende Leitideen.
Uns werden gleichwohl Gingganz und Nasobem, Mondschaf und der plurallose Werwolf auf immer die Gewissheit geben, dass wir die Sprache nicht nur haben, um Realität zu bezeichnen, sondern welche zu schaffen, zu erfinden.
In einer Mischung aus Biografie und Auswahl aus dem Werk präsentiert Jürgen Tomm ein "LebensBild" des sprachschöpferischen Genies und des dem Transzendenten verpflichteten Dichters Christian Morgenstern zu dessen 100. Todestag.

Mehr aus der Fix Zone



Dezember 2014



November 2014



Oktober 2014



September 2014



August 2014



Juli 2014



Juni 2014



Mai 2014



April 2014



März 2014



Februar 2014



Januar 2014