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Hoerspielpark

Redaktion: 

CDs aus dem Hörspielpark

„Während Plamper an der „Ego-Bude“ Theater als Regie-Assistent von Peter Zadek, Heiner Müller oder Rob Wilson Großprojekte wuppte und erste eigene Arbeiten im Grenzbereich zwischen Musik und Dramatik inszenierte, wurden experimentierfreudige Hörspielredakteure wie Martina Müller-Wallraff vom WDR auf ihn aufmerksam. „Und plötzlich war ich Hörspielmacher.“ Was verdutzte Radiomaniacs im Nachtprogramm von „Eins Live“ und anderswo auf die Ohren bekamen, erarbeitete Plamper nach dem Prinzip der Jam-Session: Wie im Band-Probenraum wurden zunächst Szenen improvisiert, bevor sich Plamper im Schneideraum an den Verdichtungs-Prozess machte: „Es geht darum, aus den Bruchstücken von Lebendigkeit und Interaktion die Perlen rauszupicken.“ Holte er sich, wie für die Dramatisierung einer Kurzgeschichte von Tim Staffel („Hüttenkäse“) Rapper ins Studio, konnte daraus schon mal ein „tanzbares Hörspiel“ werden.

Plamper hatte das Glück, mehrere Produktionen bei Musiklabels und Hörbuchverlagen auf CD herausbringen zu können. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit wurde daraus nicht. Bis auf wenige Vorzeige-Projekte, so hat er es erlebt, ist fürs Original-Hörspiel, die „Königsdisziplin der Audiokunst“, in den Programmen klassischer Hörbuchverlage kaum Platz. Was tun, um den Teufelskreis zu durchbrechen? 2008 gründete Plamper mit Schorsch Kamerun und den Theater- und Hörspielmachern von Rimini Protokoll die Web-Plattform Hoerspielpark. „Es ist ein in Echtzeit wachsendes Archiv unserer Hörspiel-Produktionen.“  Nach der Ursendung werden die Arbeiten – ergänzt um Kritiken, Fotos, Hintergrundmaterial oder Bonus-Tracks eingestellt und sind via Download (7 Euro) oder CD (12 Euro) verfügbar.“ berichtet das Börsenblatt.

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