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Buchhalter der Geschichte

Redaktion: 

Plankton

„In den Kreienhoop, den Krähenhof, wie er sein Haus in Nartum nannte, hat Walter Kempowski jahrelang all die wissbegierigen, am Schreiben, an der Literatur interessierten Zeitgenossen eingeladen. Zu Seminaren, zum Vorlesen, zum Reden. „Ein wenig Höhle, ein bisschen Gutshaus, Schule und Kloster“ war dieses Haus. Kempowski, der 2007 starb, gehört zu den meistgelesenen deutschen Autoren. Von „Tadellöser & Wolf“ bis zu seiner literarischen Jahrhundertcollage „Echolot“ – ein Berg von Geschichten, Romanen, Erzählungen, Briefen und Tagebüchern, von Erlebtem und Erlittenem. Immer ist es dieses Abtasten und Suchen in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhundert, das bei diesem Dichter das Privat-Persönliche mit dem Allgemeinen, Öffentlichen verschränkt.

Kempowski war ein Sammler, einer, für den die „Vergangenheit die einzige Zeit ist, die es wirklich gibt“. Daraus ist auch sein monumentales „Echolot“-Projekt über den Zweiten Weltkrieg entstanden. Das Bewahren von Erinnerungen war für ihn vielleicht der wichtigste Antrieb auch für die Edition seines großartigen „Plankton“-Projekts. Dieses auf mehr als 800 Seiten angewachsene Konvolut, das jetzt aus dem Nachlass erschienen ist, versammelt Antworten von Zeitgenossen auf Fragen des Autors zu zeitgeschichtlichen Ereignissen, Personen und Alltagserfahrungen aus dem vorigen Jahrhundert.“
Die Frankfurter Neue Presse stellt das Plankton-Projekt von Walter Kempowski vor, das nun bei Knaus erschienen ist.

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