Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Fix Zone

Instanz Mensch

Redaktion: 

© Velibor Bozovic

„Inzwischen habe ich gelernt, dass die Auseinandersetzung mit Kunst nicht notwendigerweise bessere Menschen hervorbringt und dass sich selbst ein feinsinniger Shakespeare-Kenner wie mein ehemaliger Literaturprofessor schliesslich mühelos mit der Unmenschlichkeit eines Radovan Karadzic gemein machen kann. Alles, was Literatur und Kunst leisten können, ist es, einen Raum zu schaffen, in dem sich Individuen zu einem Austausch treffen können, der im besten Fall das Bewusstsein erweitert. Dieser Raum steht aber auch Menschen offen, die keine progressiven Absichten verfolgen und alle demokratischen Werte verachten. Es hängt also immer von der Moral desjenigen ab, der sich mit der Kunst auseinandersetzt, nicht von der Moral des Kunstwerks selbst, und sogar Nazi-Kunst kann einem etwas über Kunst oder über Geschichte lehren. Der Mensch ist die Instanz, nicht die Kunst, und es ist der Mensch, nicht die Kunst, der die Welt verändern kann.“

Aleksandar Hemon im Interview in der NZZ

„Mindestens so idiosynkratisch wie Pynchon erzählt dieser hierzulande noch zu entdeckende Amerikaner Tieftrauriges über das heitere Leben im Dazwischen.“
taz, Doris Akrap (07.12.2013)

Aleksandar Hemon: Das Buch meines Lebens. Knaus. Leseprobe.

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