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Mr Bennett und Mrs Brown

Redaktion: 

Virginia Woolf 1931 (Quelle: kaykeys.net)

„In ihrem programmatischen Aufsatz "Mr Bennett und Mrs Brown" von 1924, der wohl umfassendsten Darstellung der eigenen Poetik, fasst sie zusammen: "Alle menschlichen Beziehungen haben sich verschoben" – und damit auch die zu Religion, Politik und nicht zuletzt zur Literatur. Virginia Woolf bezieht sich auf die Zeit besagter Post-Impressionisten-Ausstellung, in welcher sie mit ihren Geschwistern im damals heruntergekommenen Londoner Bohème-Viertel Bloomsbury lebte. In der freizügigen und künstlerisch-intellektuellen WG wurden "Salons" abgehalten, aus denen die legendäre Bloomsbury-Group hervorging, zu der neben Woolfs Schwester, der Malerin Vanessa Bell, auch der Ökonom John Maynard Keynes zählte.

Der Sinn stand allgemein nach Rebellentum und auch Virginia Woolf, die parallel als Literaturkritikerin reüssierte, revolutionierte ihre ästhetischen Vorstellungen. Eine deutsche Übersetzung des den Kontext erhellenden Bennett-Aufsatzes ist in dem dieser Tage erscheinenden Band "Das Totenbett des Kapitäns" enthalten, der nun mit "Granit und Regenbogen", ebenfalls einer Essaysammlung, die vor einem Vierteljahrhundert initiierte, siebenundzwanzig Bände umfassende Fischer-Ausgabe der Gesammelten Werke abschließt, mit der nun fast das vollständige Oeuvre Virginia Woolfs in deutscher Sprache vorliegt.“

Tobias Schwartz erinnert heute in der WELT anläßlich des Erscheinens der letzten Bände ihrer Gesammelten Werke an Virginia Woolf.

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