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Sprachensterben

Redaktion: 

Buchtitel (© C.H. Beck)

In den nächsten hundert Jahren wird die Hälfte der rund 6000 Sprachen, die es noch auf der Welt gibt, verschwinden. Die meisten davon werden untergehen, ohne vorher dokumentiert zu werden. Noch enthält jede von ihnen das Denken, Wissen und die Kultur derer, die sie sprechen. Dieses Buch beleuchtet die Konsequenzen für unser gemeinsames intellektuelles und geistiges Erbe.
Nicholas Evans fragt nach dem Verlust, den dieser massive Sprachentod für die Menschheit bedeutet, und findet bei der Suche nach der Antwort eine ganze Reihe von Themen, die höchstes Interesse verdienen: Wieso gibt es überhaupt so viele Sprachen auf der Welt? Wäre eine nicht genug? Was wissen wir über den Zusammenhang von Denken und Sprechen? Denkt man in unterschiedlichen Sprachen unterschiedlich? Kann die Varietät der Sprachen Auskunft über die Welt und die Geschichte geben? Wie lassen sich bedrohte Sprachen, die es noch nicht in die Schriftlichkeit geschafft haben, vor ihrem Tod dokumentieren, und warum sollte man das tun? Können kleine Sprachen es ermöglichen, alte Schriften zu entziffern? Evans ist einer der weltweit prominentesten Sprachwissenschaftler. Sein Buch lebt vom Reichtum an Beispielen, die er vor Ort präsentiert – von Australien, Asien und Afrika bis Amerika und Europa. Es vermittelt faszinierende Einsichten in das, was Sprachen eigentlich sind.

Christian Möller hat das Buch für den WDR 3 gelesen:
„Das Arnhemland ist ein Siedlungsgebiet der Aborigines im Northern Territory Australiens. Wer sich, wie der Sprachwissenschaftler Nicholas Evans, von seiner Küste rund 200 Kilometer ins Landesinnere begibt, wird auf diesem Weg Zeuge großer sprachlicher Vielfalt. "Innerhalb von wenigen Stunden führte unser Weg durch die Gebiete von neun Clans und sieben Sprachen aus vier Sprachfamilien, die untereinander so verschieden sind wie Germanisch, Slawisch, Indoiranisch und Romanisch."“

Nicholas Evans: Wenn Sprachen sterben - und was wir mit ihnen verlieren. C.H. Beck 2014

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