Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Fix Zone

Wole Soyinka

Redaktion: 

Wole Soyinka (Quelle: luminafoundationsoyinkaprize.com)

Tobias Döring gratuliert heute in der FAZ Wole Soyinka zum Achtzigsten:

„Seine Sätze sind stark, geschliffen, scharf und voller Wucht. Oft erscheinen sie in langen Perioden, hochkomplex und in der Wortwahl ohne Scheu vor überbordender barocker Pracht; in den Dialogen seiner Dramen verdichten sie sich zu knappen Wortwechseln mit der Lebendigkeit des Mündlichen und voll treffender Pointen; in lyrischen Passagen und Gedichten aber steigert seine Sprache sich zu rhythmisierten Klangfiguren, mit vielen gänzlich unbekannten Resonanzen - vielstimmig orchestrierte Wortkonstellationen, wie wir sie im Englischen sonst kaum je finden.

Das rührt daher, dass Wole Soyinka ein durchweg polyphones Englisch schreibt, das seine Energie aus der Lektüre der Elisabethaner ebenso bezieht wie aus der Sprache und Kultur der Yoruba in West-Nigeria, der er entstammt und die er sich in seinen Werken anverwandelt. Darin liegt sein Arbeits- wie sein Lebensprinzip: Vorgefundenes nie einfach hinzunehmen oder fraglos fortzuführen, sondern umzuwandeln.“

Gedichte von Wole Soyinka auf Deutsch:

Abiku - Frühe Gedichte des Nobelpreisträgers in zweisprachiger Ausgabe mit achtundvierzig Schwarzweißphotographien von Barbara Klemm und Robert Lebeck. VerlagThomas Reche.

Samarkand und andere Märkte. Gedichte. Zunächst bei Ammann, nun bei Fischer erschienen.

Mehr aus der Fix Zone



Dezember 2014



November 2014



Oktober 2014



September 2014



August 2014



Juli 2014



Juni 2014



Mai 2014



April 2014



März 2014



Februar 2014



Januar 2014