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Theatralische Modelle

Redaktion: 

Ausstellungsplakat

Am 24. Juli 2014 jährt sich der Geburtstag Frank Wedekinds, eines der bekanntesten deutschsprachigen Dramatiker des frühen 20. Jahrhunderts, zum 150. Mal.

Aus diesem Anlass setzt das Deutsche Theatermuseum München in einer großen Ausstellung „Wedekinds Welt“ in Szene.

Im Mittelpunkt stehen die berühmten Stücke des Autors: „Frühlings Erwachen“, die Lulu-Tragödie und „Der Marquis von Keith“. Aber auch seine weniger bekannten Dramen (Wedekind schrieb mehr als zwanzig Theaterstücke) werden in Erinnerung gerufen.

In zwei großen Ausstellungsräumen wird nachgezeichnet, wie Wedekind zeitlebens von seinen zentralen Themen nicht loskam: Von Anfang an dreht sich sein Schreiben um die Frage nach der Beziehung zwischen den Geschlechtern. Er untersucht die Macht der Sexualität und der menschlichen Sinnlichkeit, die Möglichkeit einer Befreiung der Körper von den lebensfeindlichen Vorgaben der Gesellschaft. Und er befasst sich in erstaunlich modernen theatralischen Modellen mit der Beziehung zwischen Kunst und Mammon, mit der Herrschaft des Marktes über die Erzeugnisse des Geistes und der Phantasie. Die Ausstellung zeigt die Herkunft von Wedekinds Welt aus den Erfahrungen einer ungewöhnlichen Familiengeschichte, seine Affinität zur Ästhetik des Zirkus und des Kabaretts.

Aber auch die Probleme, die er zeitlebens mit der Zensur hatte, werden nicht ausgespart – der Name Wedekind galt lange Zeit als Synonym für literarische Provokation.

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