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Die Reise nach Sachalin

Redaktion: 

Neu angekommenen Sträflingen werden Fußketten angeschmiedet (Aufnahme: A. Tschechow)

Am Mittwoch, 17. September eröffnet eine neue Ausstellung im Humboldt-Saal des DLA Marbach - fluxus 30: »Anton Tschechows Reise nach Sachalin. Fotografien aus dem Staatlichen Literaturmuseum der Russischen Föderation«.

"Skizzen, Feuilletons, Dummheiten, Vaudevilles, langweilige Geschichten, eine Unmasse von Fehlern und Ungereimtheiten, pfundweise beschriebenes Papier, der Preis der Akademie (...) - und bei alledem keine einzige Zeile, die in meinen Augen ernsthafte literarische Bedeutung besäße. Ich möchte mich leidenschaftlich gern irgendwo für fünf Jahre verkriechen und mich mit mühevoller, ernsthafter Arbeit befassen."
Anton Tschechow

Dafür scheut er die 10.000 km nicht, die vor ihm liegen und es beginnt eine unglaubliche Reise zu Land und zu Wasser, von Moskau durch die morastigen Steppen und hohen Gebirge des Ural und über den Baikalsee zum Amur und dann weiter zum Pazifik, wo 43 Kilometer nördlich von Japan 1890 eine der großen Strafkolonien des Zarenreichs lag. Anton Tschechow hat von seiner Reise auf die Gefangenen-Insel Sachalin nicht nur den Stoff für ein Buch mitgebracht, sondern auch Fotografien, die nun zum ersten Mal überhaupt ausgestellt sind.

Literaturtip:
György Dalos: "Die Reise nach Sachalin". Auf den Spuren von Anton Tschechow. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2001.

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