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Prosanova Review

Redaktion: 

Aktuell auf literaturkritik.de ein detaillierter Blick von Tobias Schmidt auf Heft 39 der BELLA triste, in dem der diesjährige Prosanova-Wettbewerb aufgearbeitet wird:

„Insgesamt präsentierte der diesjährige Prosanova-Wettbewerb ein eher durchwachsenes Bild der gegenwärtigen jungen deutschensprachigen Literatur. Auf der einen Seite gruppieren sich drei harmlose Texte mit überladenen Settings, übersymbolischen Arrangements und sprachlichen Tiefschlägen, auf der anderen stehen Erzählungen mit spannenden Plots, interessanten Konstellationen und gesellschaftspolitischer Kritik.

Dreht man die aktuelle BELLA triste auf den Kopf, dann sind im zweiten Teil der Sonderausgabe 11 poetologische Bekenntnisse zu lesen, mal ganz subjektiv, mal wissenschaftlich motiviert oder auch den Fokus erweiternd. Unter den Beiträgern finden sich bekannte Namen wie Leif Randt, Thomas Klupp oder Jan Brandt. Aber auch weniger bekannte Namen sind darunter, etwa Lukas Jost Gross, Kenah Cusanit oder auch Jakob Nolte. Kommentiert und eingeordnet werden die Bekenntnisse von Ina Hartwig, Christian Shärf und Florian Kessler.

So vielfältig die Meinungen, so mühselig wäre es, diese alle hier aufzuzählen. Da geht es mal um eine Theorie des „Post Pragmatic Joy“, die Leif Randt in seinem entstehenden Roman beschreibt als solche Tätigkeiten, die eben nicht zweck- und zielorientierte Hobbies sind, sondern solche, die „eine höchstmögliche Lebensqualität gewährleisten“. Postpragmatische Zustände, so Leif Randt, gibt es in gegenwärtigen Gesellschaften noch nicht, allenfalls im „Flirren über den Füllwörtern, [als] geheime Antwort, die noch keiner kennt“. Daneben gibt es auch aus dem Ruder laufende Textgebilde, wie das von Katja Brunner, in dem man sich nicht recht orientieren kann und vielleicht auch gar nicht soll. Es gibt das die Gegenwart einholen wollende Bekenntnis Jan Brandts oder das intertextuell hochgradig vernetzte Bekenntis von Kenah Cusanit, die sich am Ende zwar auf die Seite der Wissenschaft schlägt, von der Literatur aber auch nicht lassen will.“

BELLA triste. Zeitschrift für junge Literatur. Sommer 2014. Heft 39. Hildesheim 2014.
 

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