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Redaktion: 

Buchcover

Am Dienstag, den 23.09. um 20 Uhr/ Kaminraum im Literaturhaus Berlin:

Bora Ćosić: Lange Schatten in Berlin

Unser Berliner Haus hat drei Innenhöfe, die ziemlich weit auseinander liegen. Wohl deshalb regnet es in dem einen oft, während im anderen die Sonne scheint. Den dritten füllt immerzu Dämmerung aus. Welcher der drei Räume ist der richtige Ausdruck vom Stand der Dinge, vom reinen Substrat des Menschenlebens auf Erden, unbeschwert von Nebensächlichem, eine genaue Beschreibung unseres Schicksals?
Bora Ćosić

»Bora Ćosić, einer der letzten großen jugoslawischen Schriftsteller, hat sich selbst 1995 aus der ermatteten ›Weltrevolution‹ und dem Machtbereich des mehrfachen Parteivorsitzenden und Präsidenten Slobodan Milošević nach Berlin, eigentlich in den historischen Neuen Westen der Stadt, entlassen.«, so Herbert Wiesner im Nachwort zu dem soeben erschienenen Buch von Bora Ćosić »Lange Schatten in Berlin« (Schöffling & Co), in dem er Bilder bewahrten Stadtlebens entwirft. »Wer bereit ist, sich einfangen zu lassen von diesem dichten Textgewebe, wird am Ende erstaunt feststellen, daß das anfangs so schmerzlich vermißte ›Handbuch für den Aufenthalt im zwanzigsten Jahrhundert‹ und die Jahrzehnte danach soeben geschrieben worden ist und daß er es nun gerade gelesen hat. Und weil Bora Ćosić, der als staunender Autor aus diesem Textgebilde hervorragt, ein Philosoph und Interpret urbanen Lebens geworden ist, zeigt er dem Leser die schon verloren geglaubten Inhalte als ein gelöstes Puzzle.«
Herbert Wiesner und Bora Ćosić lesen aus dem von Brigitte Döbert übersetzten und mit zahlreichen Fotografien von Lidija Klasić ausgestatteten Buch »Lange Schatten in Berlin«.

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