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Spiel mit Symetrien

Redaktion: 

Henning Wagenbreth - Papercut-Poster zur Ausstellung

Gestern eröffnete die Ausstellung:
!WOW! Symmetrical Papercuts - im RAUM Italic / SPAZIO Corsivo in der Schliemannstr. 29 in 10437 Berlin

Ausgestellt werden Scherenschnitte von Henning Wagenbreth.

Papier ist dünn und lässt sich leicht schneiden. Es lässt sich auch präzise falten. Mit jeder Faltung vervielfältigt sich die Schneidegeschwindigkeit, weil nur ein Bruchteil der Form geschnitten werden muss. Die Überraschung ist gross, wenn sich die geschnittene Form zu einer Gestalt entfaltet. Die Symmetrieachsen der Faltung ordnen kaleidoskopisch zufällige Formen zu einer Idee, die der Betrachter zu erkennen sucht: Es liegt in der Natur unserer Existenz dass wir in spiegelsymmetrischen Gebilden Wesen zu erkennen suchen, in dem wir das Gesehene an unseren abgespeicherten Vorbildern messen.

Der Schnitt von gefaltetem Papier ist ein kurzweiliges Spiel mit Symmetrien. Alltägliche Buchstaben und Wörter spiegeln sich zu überraschenden Bedeutungen oder gar zu einer fremdklingenden Sprache. Spiegel- und Sternsymmetrien auf Figuren und Objekte angewandt, lassen uns symmetrische Prinzipien in der Natur, in der Technik, in der Sprache, aber auch in unseren sozialen und politischen Beziehungen wiedererkennen. Die Anwendung der selben Symmetrien auf asymmetrische Dinge und lineare Prozesse entwirft eine bizarre Parallelwelt, in der Palindrome und Ambigramme, anthropomorphe Maschinen und Gebäude, absurde technische Geräte und diverse doppelköpfige Kreaturen zu Hause sind.

Video: Henning Wagenbreth stellt seine Arbeiten vor

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