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Korrespondenz

Redaktion: 

Zur Buchmesse Berge von Neuerscheinungen. Auf einige wenige sei hier in der fix zone in den nächsten Tagen hingewiesen:

Arthur Rimbaud – Korrespondenz. 1400 Seiten, gebunden im Schuber, bei Matthes & Seitz.
Herausgegeben von Jean-Jacques Lefrère, aus dem Französischen von Tim Trzaskalik.

Arthur Rimbaud ist zum Mythos geworden: Er brach mit inhaltlichen und formalen Konventionen der Lyrik und wurde so zu einem Wegbereiter der literarischen Moderne, seine Liebesbeziehung zu Paul Verlaine und sein literarisches Verstummen mit nur 19 Jahren machten ihn zur Legende.
Mit Rimbauds vollständiger Korrespondenz in drei Bänden entsteht ein ebenso feingliedriges wie ausdrucksstarkes Portrait des epochalen Dichters. Sie enthält nicht nur spektakuläre Dokumente wie Rimbauds Verhörprotokoll nach Verlaines Schuss auf ihn, sondern erlaubt dem Leser durch die Fülle an Hintergrundinformationen auch zum ersten Mal, die Kompositionsarbeit des Lyrikers nachzuvollziehen. Anhand der Briefe und Dokumente wird deutlich, welche Lektüreerlebnisse, welche Stadtimpressionen in seine Dichtkunst eingegangen sind. Nicht nur dieses Wissen, auch die Sichtung der Rimbaudschen Handschriften ermöglichte zudem eine neue Übertragung der zu Lebzeiten veröffentlichten Gedichte ins Deutsche.
So offenbart sich unseren Augen ein gänzlich unbekannter Rimbaud, der mit dem Befund »Ich ist ein anderer« die Grundlage des modernen Bewusstseins freilegte.

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