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Lyrik und Atmosphäre

Redaktion: 

Schon fast zu spät hier ein versprochener Hinweis auf ein Seminar mit Jan Volker Röhnert, das morgen im Hessischen Literaturforum startet:

1. + 2. November: Lyrik und Atmosphäre.

Natur-Phänomene wie Regen, Wolken, Sonne, die Nacht und der Mond, stürmische Veränderungen der Atmosphäre sind mehr als nur vermeintlich romantischer Zierrat von Gedichten. Die im Gedicht mitgeteilten Beleuchtungsphänomene tragen entscheidend zu Sinn und Bedeutung sprachlicher Bilder und Gedanken bei. Wir möchten uns eigene und andere Gedichte daraufhin ansehen, wie Wetter, Wind und Licht in sie hineinspielen und was dies in uns an Bildern und inneren Wetterstürzen hervorzurufen vermag.

Anmeldungen bitte mit kurzer Textprobe (1 bis 3 Seiten) per Mail an

Das Seminar erstreckt sich über zwei Tage:

Samstag, 1. November, 10 Uhr bis 18 Uhr
Sonntag, 2. November, 10 Uhr bis 18 Uhr

Teilnehmergebühr: 100,-/50,-

*

Und für Kürzestentschlossene aus dem Frankfurter Umfeld:
Ebenfalls im Hessischen Literaturforum heute abend eine Lesung aus den "Wolkenformeln" von und mit Jan Volker Röhnert.

In Jan Volker Röhnerts Gedichten wird bewahrt, was unserem Gedächtnis zu schnell entweicht: die Stimmung eines Augenblicks, die sich zusammensetzt aus Gesten von Mensch und Natur, vor allem aber durch das Licht, das ständig sich wandelt wie die Gestalt der Wolken. Intensiver und umfassender den Augenblick festzuhalten, als eine Fotografie das vermag, dazu ist der Himmel vonnöten, eine Hingabe an die Situation und eine enorme Fähigkeit, Wahrnehmung und Empfindung in geglückten Sprachbildern zu bündeln.
Jan Wagner sagt über Jan Volker Röhnert: „Er ist ein Wortmaler, seine Lyrik eine Augenkunst, in der ein sinnlicher Moment Vergangenes wachrufen kann und das kostbare, flüchtige Detail zum Träger der Erinnerung wird. Seine Gedichte, die oft zwischen dem Kindheitsland und dem alten Sehnsuchtssüden vermitteln, die Zeiten einander durchdringen lassen, widmen sich dem Licht, der Landschaft, dem Verstreichen der Zeit – mal elegisch, mal lakonisch, immer aber getragen von einer subtilen Verknüpfung von Motiven, von präzisen Beobachtungen und einer ansteckenden Lust an Farbe und Bild.“

Begleitend findet an diesem Abend die Vernissage einer Ausstellung mit Zeichnungen des in Hasselroth lebenden Künstlers Matthias Kraus statt. Kraus, Jahrgang 1955, absolvierte sein Kunststudium an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und wurde u.a. 2003 mit dem Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises ausgezeichnet

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