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Über Wasser

Redaktion: 

Weegee (Arthur Fellig, 1899–1968): Frau, von einem Hydranten angespritzt, 1940er Jahre, Galerie Berinson, Berlin

Wasser ist die Voraussetzung für jede Form von Leben. Alle Kulturen widmeten dem Wasser eine Fülle von Mythen und religiösen Riten. Heute ist Wasser ein zentrales Thema, weil uns  Wasserknappheit, Umweltverschmutzung und Klimawandel bedrohen. Die Ausstellung Über Wasser. Malerei und Photographie von William Turner bis Olafur Eliasson verbindet Gemälde und Photographien von 1800 bis heute. Sie spürt der Inspirationskraft des Elements Wasser über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrhunderten bis in die Gegenwart nach. Die Naturwissenschaften entzauberten im 19. Jahrhundert die Natur. William Turner führt die Künstler der Moderne an, die sich der Ästhetik des Wassers jenseits der Mythologie verschrieben haben: Er machte Wasser zum Motiv. Wenig später kam mit der Photographie ein Medium hinzu, das neue Möglichkeiten eröffnete, den in Bewegung befindlichen Naturstoff ins Bild zu bannen. Maler und Photographen lösten das Element aus der Landschaftsmalerei und fokussierten sich auf das Wasser in seinen wechselnden Erscheinungsweisen vom Tropfen, der Schneeflocke und Eisscholle über das stürzende, geschüttete oder fließende Wasser bis zu den spiegelnden und bewegten Wasseroberflächen, deren machtvollste Form die heranbrandende Welle ist. In seiner Vielgestaltigkeit inspiriert Wasser die Künstler bis heute. Sein ästhetischer Reiz und seine existentielle Bedeutung treffen jeden.

 Die aktuelle Ausstellung im Hamburger Bucerius Kunst Forum zeigt, wie die künstlerischen und gesellschaftlichen Fragestellungen seit 1800 immer brisanter werden.

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