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Schiff nach Europa

Redaktion: 

Blick in Markus Kutters Roman (Quelle: Buchsucht)

Im neu gegründeten Triest Verlag haben Andrea Wiegelmann und Kerstin Forster als erstes ein Kultbuch wiederveröffentlicht.

Markus Kutters Roman «Schiff nach Europa» – «optisch organisiert» von Karl Gerstner – «nimmt früh eine experimentelle Position ein, die in der Buchgestaltung erst einige Jahre später zum Durchbruch gelangen wird», schrieb François Rappo. Es ist durch seine auf den Text abgestimmte Typografie als Meilenstein der Schweizer Buchgestaltung anzusehen und wurde 1957 als Schönstes Schweizer Buch ausgezeichnet.
Der als synthetischer Roman bezeichnete Inhalt (eine Schiffspassage von New York nach Europa auf der später gesunkenen Andrea Doria) besteht aus verschiedenen Textsorten – Erzählung, Drama, Gespräch und Monolog. Markus Kutter stellte sich bereits beim Schreiben vor, dass der Text typografisch entsprechend inszeniert werden müsste. Karls Gerstner beschrieb diese Aufgabe als «persönliches Experiment» und «besondere Delikatesse».
Die Freude, «integrale Typographie» umgesetzt zu haben, ist dem Buch anzumerken und springt auf die Leser über.

Das Buch ist seit Jahren vergriffen und von Sammlern gesucht. Durch die Neuauflage wird es vielen erstmals möglich sein, das Kultbuch endlich selbst in den Händen zu halten. Der Reprint ist originalgetreu, ein beidseitig bedruckter Schutzumschlag liefert sowohl das ursprüngliche Cover als auch die aktualisierte Version mit einem Kommentar von Felix Wiedler.

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