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Ickelsamers Alphabet

Redaktion: 

Collage 3 (Quelle: Liquid Penguin Ensemble)

Leider verpasst: gestern als Hörspiel auf Bayern 2, aber hier als Performance zu sehen oder hier als CD zu kaufen:
Ickelsamers Alphabet - Dictionarium der zierlichen Wörter

Text: Katharina Bihler
Musik: Stefan Scheib
Übersetzung ins Französische: Élodie Brochier

Vor bald 500 Jahren erschien die erste "Teütsche Grammatika", verfasst von Valentinus Ickelsamer. Sie unterweist uns in der subtilen Kunst, „die Buochstaben recht nennen (...) und wie mans mit den Natürlichen organis und gerüst im mund machet“. Doch das schöne Werk ist nicht nur geeignet, die Sprechwerkzeuge einzurichten, sondern auch dazu, den Kopf zu möblieren: die Klänge der Lettern halten als Tierlaute, die wir nachahmen sollen, mitsamt ihren lebendigen faunischen Erzeugern Einzug in die Manege unter unserer Schädelkuppel, klingende Vokale und scheppernde Konsonanten klirren aneinander und tun sich zu den wundersamsten, zierlichen, sonnierend-sonoren Wortgebilden zusammen, sodass es für das Mundgerüst eine Lust ist, sie hervorzubringen.
Nun hat die französische Großkusine der Autorin Neues über den ersten französischen Grammatiker Louis Meigret entdeckt – Zeitgenosse und wahrer Bruder Ickelsamers im Geiste, der die französische Orthografie der Aussprache anpassen wollte! – und zwar im Naturhistorischen Museum in La Rochelle...

"Vieles ist wahr und manches so schön erfunden, dass man es für wahr halten möchte."
Jochen Meissner in der Funkkorrespondenz und hier auf hoerspielkritik.de

 

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