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Am Anfang war Ada

Redaktion: 

Flyer der Ausstellung um Asa Lovelace

Ab 2. September eine neue Ausstellung im Heinz Nixdorf Museumsforum:
Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte: Ada Lovelace, 1815-1852.

Bereits 100 Jahre vor der Erfindung des Computers verfasste die Tochter eines berühmten romantischen Dichters eine Schrift, die heute als das erste Programm der Computergeschichte bezeichnet wird. Ada Lovelace wurde vor 200 Jahren am 10. Dezember 1815 in London als Tochter von Lord Byron und der britischen Aristokratin Anne Isabella Milbanke geboren.

Ihr Leben und Werk bilden den Mittelpunkt der Ausstellung, die sich jedoch nicht auf Ada Lovelace beschränkt, sondern zahlreiche weitere Pionierinnen präsentiert, die bis heute die Entwicklung der Informationstechnik wesentlich vorangebracht haben.

Die Besucher erleben auf 700 Quadratmetern in spannenden Inszenierungen, unter welchen Bedingungen Ada Lovelace ihre Leistungen vollbrachte, in einer Zeit, die Frauen von technischer und naturwissenschaftlicher Bildung fernhielt und gesellschaftliche Barrieren ihr Handeln stark reglementierten.

So wird deutlich, wie Ada Lovelace in Zusammenarbeit mit Charles Babbage ein Programm für dessen nie gebaute mechanische Rechenmaschine Analytical Engine entwickelte, das sie zur Ikone der Informationstechnik werden ließ. Mit ihrem Kampf gegen Konventionen, ihren wegweisenden Überlegungen zur Programmierung und den visionären Ideen einer universell einsetzbaren Rechenmaschine steht sie heute stellvertretend für viele Frauen, denen eine gleichwertige Anerkennung bisher versagt blieb.

Eine Abteilung widmet sich den Frauen, die in Deutschland, England und den USA maßgeblich an mathematischen Berechnungen und Entschlüsselungsarbeiten beteiligt bzw. für die Programmierung des ersten elektronischen Computers ENIAC verantwortlich waren.

Den drei Pionierinnen der Software Grace Hopper, Mary Allen Wilkes und Adele Goldberg ist eine weitere Abteilung gewidmet. Für die globalen und digitalen Fortschritte der letzten Jahrzehnte stehen Christiane Floyd – 1978 erste Informatik-Professorin in Deutschland – , Nadia Magnenat-Thalmann und die 1979 geborene Maker- und Open-Source-Aktivistin Limor Fried.

Die Lebensgeschichten sind in die gesellschaftlichen und sozialhistorischen Zeitläufte eingeordnet, sodass die Ausstellung auch einen wesentlichen Einblick in das Frauenbild und den Wertewandel der letzten anderthalb Jahrhunderte bietet.

Das Buch zur Ausstellung ist bereits erscheint/ist gerade erschienen im Verlag Wilhelm Fink

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