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Neu bei Transit: Das biographische Lexikon vom literarischen Scheitern

Casimir Adamowitz-Kostrowicki hätte mit seinem Roman L'home avec les mains fleuries Proust, Joyce und Musil locker in den Schatten gestellt, hätte sein Freund nicht, wie vom Autor verlangt, das Manuskript nach dessen Tod vernichtet (anders als bei Kafka). Aston Brocks Buch bleibt unbekannt, weil er nicht genug Geld für seine limitierte Ausgabe bekam, das Werk des Sizilianers Aurelio Quattrochi entsteht derart langsam, dass bislang noch nicht viel mehr als ein Absatz fertig ist. Rund 50 Porträts widmet C.D. Rose großartigen Autoren, deren Werke unseren Kanon geprägt hätten, wären ihre Verfasser nicht am Schreiben (oder an der Zensur, dem Feuer, dem frühen Tod etc.) gescheitert. Dem Vergessen entrissen werden Autorinnen und Autoren, u.a. aus England, Frankreich, Russland, USA, Deutschland und Österreich, die (im Zeitraum vom 19. Jahrhundert bis zum Ende des 20. Jahrhunderts) nicht nur aufregend schrieben, sondern auch aufregend lebten.

C.D. Rose: Das biographische Lexikon vom literarischen Scheitern.
Mit einem Nachwort von Andrew Gallix. Aus dem Englischen von Rainer Nitsche. Transit Verlag 2015.

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